Campingurlaub mit Hund in Slowenien - Soča Tal, Piran & unvergessliche Orte


Slowenien! Woran denkt ihr wenn ihr das hört? 
Zugegeben…ich dachte, als das Land zum ersten mal bei uns fiel, an nicht wirklich viel. 
Woran ihr aber denken könnt sind tolle Gebirge, türkisblaue Gewässer, urige Dörfer, Berge und Meer. Das Ganze auf einer recht kleinen Fläche von 20.000km². Das entspricht ungefähr Rheinland Pfalz. Aber hat mit 2 Millionen Einwohner gerade mal die Hälfte an Einwohnern. 

Es ist sicher schon 6-7 Jahre her als Torsten Slowenien ins Rennen warf. Keine Ahnung mehr was er mir zeigte, aber ich glaub ich fand es ganz hübsch. Wir waren uns aber einig das wir da mit unseren nicht so Wanderfreudigen Kindern gar keine Lust drauf haben und haben das aufgeschoben.
Inzwischen gabs einen kleinen Slowenien Boom und wir waren immernoch nicht da. Bis 2025! Da ist eines unserer Kinder selbst mittels einer Jugendreise nach Slowenien gereist, die andere in der Ausbildung und so passte es auch für uns endlich. 
Vorweg ein paar allgemeine Dinge. 

Einreise:  

Wir sind vom Ruhrgebiet kommend, Richtung Österreich durch den Tauerntunnel und weiter Richtung Udine. Den Umweg über Undine haben wir wegen dem Gespann genommen. Ohne Anhänger kann man Richtung Villach und dann über den Predilpass. Wir haben vorher viel recherchiert und Videos geschaut wie machbar das mit Wohnwagen ist und haben uns für den Umweg entschieden. Da wir den Predilpass später noch ein paarmal nur mit dem Auto gefahren sind, waren wir mit unserer Entscheidung aber sehr fein. Unser Campingnachbar hats gemacht und hatte dann ein kleines Bremsenproblem. 

In Österreich habt ihr eine Mautstraße und benötigt eine Vignette, in Italien nur Maut und in Slowenien benötigt ihr eine Vignette. 

Hunde: 

Wir haben Slowenien als sehr Hundefreundlich empfunden. Viele Tütenspender an größeren Orten, geringe Gebühren, wenig Verbotsschilder. Wir fühlten uns hier sehr willkommen. Da wir uns oft nicht sicher waren was die Leinenpflicht betrifft, haben wir die Hunde eher nur punktuell mal abgeleint. Zum Baden oder für ein Foto zum Beispiel. 

Für den Hund benötigt ihr vor allem den EU Heimtierpass, einen Microchip und die gültige  Tollwutimpfung. 

Desweiteren riet uns die Tierärztin zu einer entwurmung vor dem Urlaub und danach. Ebenfalls wichtig war ein Schutz gegen Parasiten. Besonders gegen Sandmücken die Mittelmeerkrankheiten übertragen ist dies ratsam. Ich hab mich sowohl für ein Halsband, als auch für ein Mückenabwehrspray für Tiere entschieden. 

Zudem ist es ratsam einen Maulkorb mitzuführen. Dieser wird in Bussen, Gondeln und an manch öffentlichen Plätzen benötigt. Kleiner Spoiler, offiziel aufziehen mussten wir ihn nur in Italien. Aber wir hatten sie immer dabei. Sind aber auch keine Gondel oder ähnliches gefahren. 

Topinamburs just like fire „Blaze“ - 06.08.2016 -16.01.2026

24. Januar 2026 | 1 Kommentar


Das wird ein beschissener Post und ich will den auch gar nicht schreiben. Aber ich kann ja schlecht so tun als wenn genau heute vor einer Woche nichts passiert wäre. Das hier war auch nicht meine Vorstellung vom ersten Post 2026.

Aber die traurige Realität ist, dass unser Blaze uns viel zu früh und viel zu plötzlich verlassen hat. Was anfangs aussah wie eine Magenschleimhautenzündung, entpuppte sich mit Ankunft der Blutwerte als sehr großen Tumor der bereits gut gestreut hat. Vier Wochen hätten wir noch irgendwie rausholen können - das kam für uns aber keine Sekunde in Frage. Wir hätten das sehr Eigennützig und unfair gefunden dem Blaze gegenüber. Denn die Gefahr das er reißt und er dann sehr qualvoll stirbt bevor wir in der Klinik sind war hoch. Und so blieb uns vor Ort nur die Entscheidung die da unausweichlich war, recht zeitnah umzusetzen. Ich bin noch eine Runde gegangen, Torsten holte die Kinder, ich wollte mich verabschieden. Aber ich glaub Blaze wollte meiner Stimmunug nur noch ausweichen. Er war an dem Tag gut drauf, hat gefressen und vor der Klinik gepöbelt. Aber er war immer schon sensibel auf Stimmungen und ging dann ins Meiden. Meine Stimmung nach der Diagnose und dem Blick darauf was gleich folgen sollte, könnt ihr euch denken. Ich wollte Nähe, er nicht. Und das hab ich bis auf wenige Momente auch akzeptiert, auch wenn es mir das Herz gebrochen hat.

Auch ihn haben wir mit nach Hause genommen. Haben noch ein wenig Zeit mit ihm im Wohnzimmer verbracht und uns in Ruhe verabschiedet bevor der Rosengarten ihn abgeholt hat. 

Seitdem ist es sehr leise hier. Ich dachte Joy war schlimm. Aber das jetzt ist schlimmer. Weil ich mir schon lang vorher Gedanken gemacht hab, weil er älter wurde, weil ich Angst hatte das wieder ein Hund zu früh geht und dann passiert genau das. Man spielt alles im Kopf durch, man hinterfragt alles. Die Luft, das Futter, das Wasser….aber am Ende ist das wirklich nur Zufall. Und vom Gefühl ist es auch nach einer Woche so, dass er eine Riesen Lücke hinterlassen hat. Und ich glaube weil er war wie er war. Nicht der leiseste, nicht der einfachste….Einfach aus der Tür - war nicht, eine unaufmerksame Runde gehen - war nicht, fremde Menschen begrüßen - war nicht….
Er hatte so viele Eigenarten die zu ihm gehörten und im Alltag oft anstrengend waren. Und jetzt wünschte ich mir sie alle zurück. Ich hab oft verflucht das wir so viel managen mussten, obwohl ich soviel trainiert hab - aber ich hätte das gern getan bis er 16 gewesen wär. Das er nicht mehr da ist, ist so unwirklich. 
In den 9 Jahren waren wir nur zwei Nächte getrennt. Alle anderen Nächte lag er eng an mir dran. Er war ein sehr feinfühliger Hund, der engen und aufdringlichen Körperkontakt liebte. Der hät seine Seele für uns verkauft. Und ich meine um ihn behalten zu können. 
Ich bin einfach so traurig und wütend zu gleich. Wütend das ich wieder einen Hund gehen lassen musste der noch nicht soweit war. Und dann sehe ich Hunde um die sich so mies gekümmert wird und die werden 16. Und ich geb alles für meine Tiere und hab irgendwie kein Glück. 
Uns bleibt aber das wir 9 tolle Jahre hatten. Voller toller Dinge die wir ausprobiert haben, voller Reisen und Abenteuern. Er hatte immer Bock auf alles, war für alles zu haben. Ich weiß noch gar nicht wie es ohne ihn werden soll. Ich kann es mir einfach nicht vorstellen und es ist immernoch wie ein ganz böser Traum.