Slowenien Reisetagebuch Teil 1 - Soca Tal, Vršič-Pass, Jasna See, Zelenci Naturreservat und die Größen Soca Tröge

1. März 2026 |

Freitag, 18 Juli 2025 / Samstag 19.Juli 2025 - Anreise

Unsere bisher längste Reise startete am späten Nachmittag Richtung Slowenien. Eine Übernachtung war geplant und unser Ziel war das vorher rausgesuchte Industriegebiet hinter München. Das hatte Torsten vorher bei Maps rausgesucht und tatsächlich, da war Platz, es war super ruhig und wir lagen so um 1 Uhr in unserem Bett. Früh um 6 ging es weiter Richtung Österreich, da wurden wir dann mit Maut und Vignette konfrontiert. Für Osterreich und Slowenien haben wir die Vignette vorher online gekauft. Für die Maut hatten wir uns online registriert. Wir hatten aber gelesen das es mit einem Wohnwagen nicht geht. Als wir dann aber an der Mautstation standen, war alles schon erledigt. Das hat Torsten nur erst nicht verstanden. Nachdem wir nämlich fast in der falschen Schlange standen mit dem Anhänger, hat uns die Dame dann mit Händen und lauter Stimme mitgeteilt, dass wir fahren können. Torsten sagte dann, dass er sie nicht so wirklich verstanden hat. Wodrauf ich sagte, dass es wohl an unserem bellendem Hund lag. Der bellte nämlich immer wenn Menschen im Auto mit uns sprachen. In dem Moment hat Torsten das aber so ausgeblendet, dass er gar nicht registriert hat warum er die Dame nicht verstand. Ich hab es ihm dann auf Video abgespielt. 

Vor der Italienischen Mautstation gabs dann ne Runde Stau. Jetzt zur Route ansich. Wir haben natürlich vorher gelesen welche Route man so fahren kann mit einem 7 Meter Anhänger und auch mit Freunden gesprochen. Und die gängige Antwort war, dass man uns nicht empfiehlt mit dem Wohnwagen über den Predilpass zu fahren. Und wir sind am Ende froh das wir darauf gehört haben. Unser Weg führte also über Undine/Italien und wir würden das auch immer wieder so machen, auch wenn es ein guter Umweg ist. Wir sind den Pass auch mehrfach im Urlaub gefahren und haben uns zurück wieder für den Umweg entschieden. Unser Nachbar auf dem Campingplatz fing zwar kurz an das echte Männer den fahren, so wie er. Er erzählte aber auch das er da Probleme mit den Bremsen hatte und halten musste. Also nix echte Männer - eher echte Volldeppen. 

Gegen 14 Uhr erreichten wir dann in Slowenien unseren Campingplatz. Gesehen hatten wir da noch nicht viel. Aber wir fuhren kurz vor Ankunft durch ein Feld und durch Berge und da sollte dann unser Campingplatz liegen. Und da lag er auch, unten in einem Tal. Wunderbar wie ein keines Idyll. 
Und dann ging es los. Aufbauen, einkaufen, ne Pizzeria gesucht und noch eine kleine Runde um den Platz gehen. Für mehr reichte unsere Energie nicht. Es war aber auch mega schwül und heiß. Und wir begannen dann auch den Urlaub mit ordentlich Gewitter. Die Runde um den Platz war aber direkt so WOW. Wir haben auf dem Weg zur Pizzeria auch an einer Stelle angehalten wo ein komplett ausgetrocknetes Flußbett war. Auch dieses werden wir nochmal besuchen.


Sonntag, 20. Juli 2025 - Soca Tal 

Stand  die Umgebung auf dem Plan. Wir sind vom Platz gestartet und immer an der Soca entlang. Haben hier und da eine Hängebrücke überquert und waren von der Farbe des Wassers völlig verzaubert. Wir haben uns eine schöne Stelle gesucht, wo wir runter an das Wasser sind und haben versucht uns in das Wasser zu trauen. Für die Füße hat es gereicht. Aber es war so Eiskalt das wir das schnell aufgegeben haben. Wir haben uns dann da in den Sand gesetzt und haben den Wassersportlern zugeschaut bevor wir weiter sind und einen anderen Weg zurück gesucht haben.

Montag, 21. Juli 2025 - Kobarid & Slap Sopota & Krampez

Haben wir angefangen Dinge von unserer Liste abzuarbeiten. Zb. Kobarid. Da steht oben auf dem Berg die Church of St.Andrew. Das Dorf ansich, wirkte sehr urig. Da haben wir aber nur den Supermarkt besucht und haben uns dort Cremeschnitten besorgt. Achja, und das landestypische Getränkt Cokta. Da komme ich aber später noch zu. 

Eigentlich stand danach der Kozjak Wasserfall auf dem Plan. Aber beide Parkplätze waren brechend voll und es gab keinen Platz mehr. Wir fuhren also die Straße weiter geradeaus. Eigentlich um zu schauen ob man doch noch wo halten kann. Wir fanden aber nichts und fuhren der Nase nach den Berg hoch. Und dann eröffnet sich eine nette Aussicht vor einem an einem Kriegerdenkmal mit einer schönen Aussicht auf Berge und einer Kirche. Hier bot sich eine Pause an. Und ich hab dann einfach Google Maps geöffnet und in der Nähe diverse Wasserfälle gefunden. Zwei davon die auf einer Wegstrecke liegen habe ich dann rausgepickt. 

Vom Auto knapp 10 Fußminuten und man stand vor dem ersten. Der war schon wirklich nett. Hier waren ganze zwei Personen. Und dann sind wir 3 Fußminuten weiter auch schon am zweiten gelandet. Und was soll ich sagen. Ein Wasserfall der in ein Becken fällt. Und der erste Gedanke war, rein da. Haben wir auch gemacht. Und wir waren gerade draussen, da hatten wir das Gefühl in der Ferne ein grollen zu hören. Und dann zog ein fürchterliches Alpengewitter auf uns zu und naja, erwischte uns auch noch. Der Regen auf dem Rückweg war so heftig das wir nichts mehr sahen. Ich hab in dem Moment keinen Gedanken an den Wohnwagen gehabt. Aber als wir kamen, stand das Vorzelt natürlich unter Wasser. Habs erstmal lustig gefilmt - was soll ich auch sonst machen. 

Erster Gedanke - ich glaub wir essen drin. Wohnwagentüre zu, Cremeschnitten raus und nicht drüber nachdenken was vorm Wohnwagen so los ist. 

Dienstag 22. Juli 2025 - Vrsic Pass - Jasna See- Zelenci Naturreservat

Dienstags ging es zum Vrisic Pass - sehr früh morgens. Und Dienstags. Ich hab lauter Blogartikel durchstöbert was man da sehen und beachten muss. Von wegen Gesicht in Felswand, Aussichtspunkte usw. Es kam aber doch etwas anders. Auf dem Weg hoch waren die ersten Aussichten schon sehr früh alle zugeparkt. Irgendwann haben wir an einer einen Platz ergattert und konnten an eine Aussichtsplattform gehen. Ja die Aussicht war nett, aber nicht weltbewegend. Dabei bin ich für Aussichten immer sehr zu begeistern. Weiter ging es und wir kamen oben an den Sattelpunkt. Da wo man unbedingt halten muss um zB zum Postarski Dom zu kommen und einzukehren. Auf der Straße oben ging aber erstmal nichts. Es war alles zugeparkt und das so, dass die fahrenden Autos erstmal nicht mehr durch kamen. Oben parken war also nichts. Wir fuhren weiter und stießen auf Parkordner die alle schon abwunken-alles voll. Wir fuhren weiter die Straße runter und es war alles dicht. 

Wir haben dann an der Erjavceva Hütte einen Platz ergattert und sind hier ein wenig gewandert und auch eingekehrt. Die Karten hier gibts in drei Sprachen. Eine ist Deutsch und man gab uns auch direkt die Deutsche Karte. Ich bin gern auf der sicheren Seite und habe Pfannkuchen mit Schokolade bestellt und Torsten den Landestypischen Eintopf "Bograc" sowie einen Apfelkuchen. Selbst hier war Kartenzahlung kein Problem. Hunde waren hier übrigens viele zu Gast.

Weiter ging es die Straße hinab. Und wieder war jede Haltegelegenheit belegt. An der russischen Kapelle konnten wir kurz Halt machen. Da bin ich aber allein hin, denn eigentlich war die Luft schon raus. Wir sind schon lag unterwegs gewesen und haben im Grunde kaum was von dem gesehen was irgendwo stand. So wäre unser ernüchterndes Ergebnis für den Pass - kann man machen, muss man aber nicht. 


Von hier machte der Weg Richtung Jasna See Sinn und wir dachten das das vielleicht netter wird. Und das war es auch. Am Jasna See war es zwar gut besucht, aber sehr angenehm. Der See ist zwar ein beliebtes Badeziel, war aber trotzdem wunderschön. Hier blieben wir erst eine ganze Weile sitzen, bis wir ihn dann doch noch ganz umrundet haben. Groß ist er aber nicht. Wir haben dann noch ein Foto von der berühmten Steinbock Statur gemacht und dann machte das Wetter was es hier gern tat. Innerhalb weniger Minuten zog Regen und Gewitter über uns hinweg. Schlagartig wurde es leer. Und so schnell wie das Unwetter kam, war es eben auch wieder weg. 


Am Auto haben wir uns kurz beraten. Wir hatten noch Bock. Also suchten wir einen weiteren Punkt auf der Liste in der Nähe auf. Das Zelenci Naturreservat. Hier war erstmal irritierend das es eine Zugangsampel gab. Zum Glück war sie aus, der Parkplatz auch nicht brechend voll. Ein Stück durch den Wald und dann steht man auf den Holzstegen. Als wir kamen waren diese noch gut besucht und auch auf dem Aussichtsturm war gut was los. Es war ein paar Minuten so voll (Dank eines Reisebusses), dass es auf dem Steg eng wurde und ein Kinderwagen vom Steg stürzte. Aber viele Hände schnelles Ende passte auch hier. Wir sind geduldig und genossen diesen tollen Ort. Und er lohnt sich wirklich. Mit etwas Geduld, kommt dann der Moment wo nur 2 Leute da rum liefen und man in Ruhe Fotos machen könnte. An dem türkiesenem Wasser kann man sich wirklich schwer satt sehen und die Farbe in den Fotos war wirklich so. Die Farbe kommt durch Seekreideschichten zustande und den vielen Quellen dort. Für uns war das am Ende einer der schönsten Orte an denen wir je waren

Mittwoch, 23. Juli 2025 - Größe Tröge / Soca Canyon

Die Größen Tröge im Soca Tal waren auch ein wichtiger Punkt auf der Reiseliste. Hier fuhren wir wieder Vormittags hin. Hier gibt es wenig Parkplätze und wir hatten wirklich Glück. Alle mit einem Kastenwagen nicht. Und da muss ich hier auch den Hinweis geben, die haben es hier schwer mit der Parkerei und wir durften uns an dem Tag auch anhören, dass Van Reisende hier besonders unbeliebt sind da sie überall (gern auch auf Privatgrundstück) parken. Tatsächlich bestätigte sich das beim wandern im späteren Verlauf noch. Aber wir bekamen da ein wenig den Touri Hass zu spüren der Einheimischen

Aber zurück zum Canyon. Ist wunderschön und sehenswert. Aber gut besucht. Hier stürzt man sich gern von den Klippen ins Wasser und natürlich rennen hier genau wie wir allerhand Menschen mit Kameras rum. Aber wir bei allem hier. Mit ein wenig Geduld, bekommt man auch hier ruhige Momente ab. Wir setzen uns dann einfach hin und genieße die Aussicht. Und auch die ist hier so, dass man sich schwer satt sieht. Es ist schon faszinierend wie das Wasser da unten durch die Bucht rauscht. Von der Farbe will ich gar nicht erst anfangen. Auch Mittwochs waren wir davon immernoch fasziniert und ich kann euch sagen, diese begeisterung hielt bei uns bis zum letzten Tag. 

Auf dem Rückweg gaben dann unsere Bremsen auf und wir suchten eine Werkstatt auf. Relativ in der Nähe des Campingplatzes und der Schrauber erzählte auch, dass er eigentlich täglich auf dem Campingplatz ist, weil Autos kaputt sind. In der Werkstatt gab es ein Hauptgeschäft - Bremsen!! Alles lag voller kaputter Bremsen. Hier sprach man übrigens nur Slowenisch und die Verständigung war so mit Händen, Füßen, einer weiteren Dame und Google Translate. 

Den Nachmittag verbrachten wir also am Wohnwagen. Was nicht schlimm war, denn ist ja auch Urlaub und da hänge ich gern mal rum. Ich wollte Abends mit Tonic noch eine kleine Runde gehen. Aber eine Schlange beendete meine Spazierlust schon nach 300 Metern und ich drehte um. 




Campingplatz : Camp Liza & Blogbeitrag 
Wasserfall: Slap Sopota & Krampez
Zelenci See: Infos 
Jasna See : Infos

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für deinen Kommentar, du solltest jedoch beachten das du mit dem Absenden deines Kommentars bestätigst, dass du meine Datenschutzerklärung am Ende der Seite (https://beckis-hundewelt.blogspot.de/p/datenschutz.html), sowie die Datenschutzerklärung von Google gelesen hast und akzeptierst.