Campingurlaub mit Hund in Slowenien - Soča Tal, Piran & unvergessliche Orte

1. Februar 2026 | erschienen in: / / / / |

Slowenien! Woran denkt ihr wenn ihr das hört? 
Zugegeben…ich dachte, als das Land zum ersten mal bei uns fiel, an nicht wirklich viel. 
Woran ihr aber denken könnt sind tolle Gebirge, türkisblaue Gewässer, urige Dörfer, Berge und Meer. Das Ganze auf einer recht kleinen Fläche von 20.000km². Das entspricht ungefähr Rheinland Pfalz. Aber hat mit 2 Millionen Einwohner gerade mal die Hälfte an Einwohnern. 

Es ist sicher schon 6-7 Jahre her als Torsten Slowenien ins Rennen warf. Keine Ahnung mehr was er mir zeigte, aber ich glaub ich fand es ganz hübsch. Wir waren uns aber einig das wir da mit unseren nicht so Wanderfreudigen Kindern gar keine Lust drauf haben und haben das aufgeschoben.
Inzwischen gabs einen kleinen Slowenien Boom und wir waren immernoch nicht da. Bis 2025! Da ist eines unserer Kinder selbst mittels einer Jugendreise nach Slowenien gereist, die andere in der Ausbildung und so passte es auch für uns endlich. 
Vorweg ein paar allgemeine Dinge. 

Einreise:  

Wir sind vom Ruhrgebiet kommend, Richtung Österreich durch den Tauerntunnel und weiter Richtung Udine. Den Umweg über Undine haben wir wegen dem Gespann genommen. Ohne Anhänger kann man Richtung Villach und dann über den Predilpass. Wir haben vorher viel recherchiert und Videos geschaut wie machbar das mit Wohnwagen ist und haben uns für den Umweg entschieden. Da wir den Predilpass später noch ein paarmal nur mit dem Auto gefahren sind, waren wir mit unserer Entscheidung aber sehr fein. Unser Campingnachbar hats gemacht und hatte dann ein kleines Bremsenproblem. 

In Österreich habt ihr eine Mautstraße und benötigt eine Vignette, in Italien nur Maut und in Slowenien benötigt ihr eine Vignette. 

Hunde: 

Wir haben Slowenien als sehr Hundefreundlich empfunden. Viele Tütenspender an größeren Orten, geringe Gebühren, wenig Verbotsschilder. Wir fühlten uns hier sehr willkommen. Da wir uns oft nicht sicher waren was die Leinenpflicht betrifft, haben wir die Hunde eher nur punktuell mal abgeleint. Zum Baden oder für ein Foto zum Beispiel. 

Für den Hund benötigt ihr vor allem den EU Heimtierpass, einen Microchip und die gültige  Tollwutimpfung. 

Desweiteren riet uns die Tierärztin zu einer entwurmung vor dem Urlaub und danach. Ebenfalls wichtig war ein Schutz gegen Parasiten. Besonders gegen Sandmücken die Mittelmeerkrankheiten übertragen ist dies ratsam. Ich hab mich sowohl für ein Halsband, als auch für ein Mückenabwehrspray für Tiere entschieden. 

Zudem ist es ratsam einen Maulkorb mitzuführen. Dieser wird in Bussen, Gondeln und an manch öffentlichen Plätzen benötigt. Kleiner Spoiler, offiziel aufziehen mussten wir ihn nur in Italien. Aber wir hatten sie immer dabei. Sind aber auch keine Gondel oder ähnliches gefahren. 


Campingplatz: 

Da wir ja mit dem Wohnwagen reisen haben wir uns nur ein Hauptziel gesucht und sind von dort aus immer gestartet. Uns hat es ins Camp Liza gezogen und es hat uns sehr gefallen. Ich werde es aber hier noch einzelnd vorstellen. Tatsächlich haben uns bei manchen Plätzen die Plätze ansich nicht gefallen (wir mögen es durch Blaze zb. nicht unparzelliert) und auf einigen war nur ein Hund erlaubt. Die waren eben raus. In Camp Liza passte es für uns. Zudem liegt es mitten im Soča Tal.

Sprache

An den meisten Orten kamen wir mit Englisch weiter, viele sprachen sogar Deutsch. Sprachliche Probleme hatten wir also nirgends so wirklich. Lediglich beim örtlichen Werkstattmenschen scheiterte man auch mit Englisch. Mit Händen, Füßen, einer dritten lokalen Person, die übersetzte und Google Translate haben wir aber auch diesen Besuch hinbekommen. 

Hier als kleiner Tip vorweg. Wenn eure Bremsen nicht tip top sind, meidet die Großen Pässe. Die Werkstatt dort macht einfach nichts anderes scheinbar - das ließ ein Stapel ausgebauter Bremsen in der Werkstatthalle erahnen.

Und nun geht es ans erleben dieses tollen Landes. Ich kann schon jetzt schon sagen, wir hatten nach 14 Tagen noch lange nicht genug und wie ihr später seht, nichtmals unsere Liste abgearbeitet. Und die betraf nichtmals das ganze Land.
Fangen wir aber da an wo unser Hauptspot war, im Triglav National Park. An einigen Spots waren wir richtig früh oder eben spät. An manchen eben zweimal. Und einen beliebten Ort wo wir hin wollten, haben wir gar nicht erreicht. Also so romantisch wie es bei vielen aussieht ist es nicht. Das Land ist doch schon in den Händen des Tourismus angekommen und an manchen Orten merkte man das. Nicht übermäßig unangenehm, aber doch merkbar. Ich muss allerdings dazu sagen, wir waren in den Sommerferien von NRW dort (Kinder und so) und allein auf unserem Campingplatz waren eine Vielzahl Deutsche. Ich würd sagen, sogar in Überzahl. Und so sah es dann eben vielerorts auch aus. 

Soča Tal

Das Soča Tal ist vorallem für eines bekannt. Seine türkisfarbenen Bäche und Flüße der Soča. Die sich durch das kleine Tal zwischen Bergen durchschlängeln. Hier gibt es so viel zu entdecken und zu erwandern. Das ganze Tal ist beeindrucken. Gefühlt gibt es mehr Hängebrücken als Einwohner. Richtig beeindruckend sind zB die Größen Tröge/ Soča Canyon/ Velika korita Soče. Wir waren hier gleich zweimal. Aber es war beide male wirklich sehr voll. Es ist halt auch ein Touri HotSpot. Besonders beliebt ist das Tal bei Wassersportlern. Rafting, Canyoning oder Kayaking sind zB Sportarten die euch hier dauernd begegnen. 
Im Soča-Tal liegt auch die Stadt Bovec. Ich stelle sie hier nicht genauer vor. Wir haben sie als Stadt zum Lebensmittel-Einkaufe, Essen und zum buchen von Aktivitäten wahrgenommen. Aber eben nicht als schöne Stadt zum anschauen.
Durchs Tal führt zudem der Soča Trail. Den bin ich ein ganzes Stück gelaufen und fand den wirklich total schön zum wandern. Achja, das Wasser der Soča ist Eiskalt und lud uns eher nicht zum Baden ein.

Wasserfälle

Haben wir mehrere besucht. Eigentlich wirklich mehr als wir wollten. Und sogar einen, der als mit der Schönste gilt, gar nicht mehr geschafft (Slap Virje). Wir haben den Höchsten in Slowenien gesehen, den Slap Boka. Wir waren an einem Wasserfall in einer Höhle (der einzige mit Eintritt), den Slap Kozjak und an einem wo man hinter durch konnte, den Slap Peričznik. Auf den Bildern seht ihr noch weitere (Slap Krampez & Slap Sopot). Es lohnt sich mal auf Google Maps rumzusuchen und abgelegene Wasserfälle zu finden. Wir haben hier sogar einen entdeckt in dem man baden konnte und wo niemand sonst war. Aber wie alles hier, es ist einfach alles Eiskalt.
Den Kozjak haben wir sogar zweimal ansteuern müssen. Die beiden Parkplätze waren bei unserem ersten Versuch komplett überfüllt. Aber nur weil wir einfach weiter gefahren sind, haben wir dann eher die kleineren erkunden können. Wir haben es an einem anderem Tag am Abend kurz vor Schluss versucht. Zum fotografieren ist das Licht dann nicht mehr das Beste, aber es ist nicht mehr voll und auch mit Hund angenehm.

Všič Pass

Der ist sehr beliebt und wir haben sehr oft gelesen das man hier unbedingt hin muss. 25 Serpentinen rauf und wieder runter. Gezählt haben wir nicht, aber die sind durchnummeriert. Ich würde euch nun total begeistert erzählen wie toll es war. Die Wahrheit ist aber, wir fanden es nicht allzu Besonders. Wir sind sehr früh hin. Die ersten Kurven war auch noch alles gut. Wir hielten nach Haltebuchten ausschau, wir hatten gelesen, macht man so. Die ersten hatten keine Aussicht. Weiter oben gab es eine Aussichtsplattform. Da stand dran maximal 10 Leute sollen drauf. Bei 20 hab ich aufgehört zu zählen. Und so voll war auch die Haltebucht. Es ging weiter hoch und da sollte es ja Aussicht und eine Alm geben. Was es gab, Verkehrschaos! So das erstmal kein weiterfahren möglich war und man sich fast Zentimeterweise durchmanövrieren musste. Und es gab Parkordner wie bei einem Konzert und das so früh morgens unter der Woche. Wir konnten dem Chaos erst 1,3 Kilometer weiter entkommen an der Erjaveč Hütte wo wir einen Parkplatz ergattert haben. Hier sind wir eingekehrt und waren etwas laufen. Torsten hat hier das landestypische Bograc gegessen, ich bin bei Pfannkuchen geblieben. Die Karte gabs in verschiedenen Sprachen, also auch auf Deutsch. Die Bedienung hat aber nachgeholfen. Torsten würde nun sagen, trink dazu ein kaltes Cocta. Aber ich möchte das Slowenische Kaltgetränkt einfach gar nicht.
An der kleinen russischen Kapelle haben wir noch gehalten, aber die Luft war raus bei uns. 

Jasna See

Den Jasna See fanden wir wirklich wunderschön. Und das obwohl er eher ein Badesee ist. Mit dem Bergpanorama im Hintergrund und der türkiesenen Farbe ist er schön anzusehen. Es ist aber wirlich alles auf Touristen ausgelegt dort. Fotobilderrahmen, Aussichtsturm, eine Gastronomie, SUP Verleih. Die Hunde dürfen angeleint auch baden. Aber angeleint! Ich hab die Leine nur weg retouschiert. Voll war es ansich nicht. Gut besucht trifft es eher. Überall Hunde und Kinder, oder Menschen auf SUPs im Wasser. Es war echt nett. Dann kam ein Gewitter und beendete das Treiben dort. 
Wir sind dann weiter zum nächsten Spot, dem Zelenci Naturreservat.

Zelenci Naturreservat

Wow, wow und nochmal wow. Wir waren so verzaubert. Dieser Ort hat einfach etwas tolles. 
Aber um die Bilder so zu machen wir ihr es hier sehr, brauchte es Geduld. Hier reisen nämlich Reisebusse an und laden Besucher ab. Es gibt sogar eine Zutrittsampel vorn am Weg.
Blenden wir das alles mal aus, steht ihr an einem türkiesenem See mt Bergpanorama. Das Wasser ist so klar, dass man bis auf den Grund gucken kann. Ach schaut selbst. 

Kobarid

Jetzt kommt es auf eure persönlichen Erwartungen an. Ein Dorf, wo nicht viel los ist. Aber hoch oben auf dem Berg, tront eine Kirche. Ihr findet Kirchenarchitektur ganz nett? Dann findet ihr es hier sicher auch ganz schön. Zudem gibts wieder ein wenig Aussicht aufs Tal. Die meisten werden diesen Besuch hier aber mit dem Slap Kozjak verbinden und mit der Napoleonsbrücke. Die ist nämlich auch direkt hier. Ist nur eine normale Brücke, wo auch Autos drüber fahren. Aber darunter saust eben das wunderhübsche blaue Wasser durch eine Schlucht hindurch. 

Ljubljana

Die Hauptstadt mit etwas unter 300.000 Einwohnern steckt voller Leben. Wir hatten leider keinen schönen Tag erwischt uns aber trotzdem einmal quer durch die Stadtmitte treiben lassen. Architektonisch war sie irgendwie eine Mischung aus alt und modernerem. Die Fußgängerzone bietet massig Läden und Cafés. Das hatte schon einen gewissen Charme. Allerdings war es hier auch wesentlich voller als an allen anderen Orten. Viele Sehenswürdigkeiten haben wir uns gezielt nicht angeschaut. Aber wir haben die Highlights wie die Drachenbrücke und die drei Brücken natürlich gesehen. Für diese Stadt bräuchte ich eher nochmal einen sonnigen Tag. Dann stell ich mir die Universitätsstadt mit ihren zahlreichen Bars und Cafés am Ufer sehr charmant vor. 

Piran

Piran, direkt am Meer. Total Italienisches Flair, teils etwas heruntergekommen. Wir haben es liebevoll Italien auf Wish bestellt getauft und das meine ich nichtmals negativ. Es war niedlich, es war urig, es war Italien, plötzlich wieder grottig, wenn man sich verliert wird es riesig, es hat eine tolle Promenade wo sich Restaurants aneinander reihen. Wir hatten hier die beste Pinsa überhaupt. Haben auf dem Markt Gewürze und Öl gekauft. 
In Piran gibts die Möglichkeit zu baden. Sowohl an den Steinmauern, als auch am Strand. Der war aber eigentlich auch aus dicken Steinen und super voll. 
Eine kleine eingezäunte Freilauffläche für Hunde gab es noch, die hat Torsten mit Blaze besucht als wir uns verloren hatten. Wir haben dafür mit einem Dutzend Katzen zu tun gehabt und freilaufenden Hunden in den kleinen Gassen. Übrigens ist uns Piran, was Hunde betrifft, sehr positiv aufgefallen, viele Mülleimer und Tütenspender. Die Menschen freundlich. Hier war es einfach schön. 

Ein Besuch auf der Stadtmauer lohnt sich. Kostet 4 Euro. Dafür habt ihr tollen Ausblick. Hier war der einzige Ort wo die Hunde nicht hin durften und wir einzeln rein sind. Da waren wir aufgrund der Menschen und der Enge auf der Mauer fein mit.


Auf unserer Liste standen zudem noch folgende Orte die wir besucht haben: Lago del Predil, Orrido della Slizza, Triest, Slap Boka, Kozjak und Pericnik im genauem, der Soca Trail, Bovec und der Sunik Wasserhain. Da alle hier den Rahmen sprengen, werde ich diese in dem Reisetagebuch verbauen. Schaut also gerne in das was noch folgt.

Da unsere Liste aber auch viel zu lang war, haben wir es an folgende Spots nicht mehr geschafft:

Bled - allerdings nicht aus zeitmangel, sondern weil das Verkehrschaos am Abend Kilometerweit aus der Stadt heraus reichte. 

Die Postojna Höhle - hät ich super gern gesehen aber hier fehlte uns die Zeit. 

Die Vintgar und/oder die Tolmin Klamm, haben wir uns aufgespart falls am Ende noch Zeit ist. Wir mussten uns aber dann eben entscheiden

Das Dorf Velika Planina, ist ebenfalls an der Zeit gescheitert.



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