Donnerstag, 24.Juli 2025 - Napoleon Brücke & Kozjak Wasserfall
Regen, Regen und Regen. Und ich nutzte den um unser Reisetagebuch weiter zu schreiben, welches wir noch in Buchform bei haben. Ich war also mit basteln beschäftigt. Um 11 Uhr rief schon die Werkstatt an, dass unser Auto fertig sei. Torsten holte das Auto und ich gammelte weiter im Regen. Es regnete bis Nachmittags wie irre durch und hörte dann auf. Aber so ganz fürn Eimer sollte der Tag dann nicht sein und so fuhren wir eben am späten Nachmittag nochmal Richtung Kobarid. Hier machten wir kurz halt an der Napoleonsbrücke. Extra besucht hätten wir sie nicht. Beim ersten Besuch in Kobarid war die Brücke richtig voll und wir konnten das nicht ganz nachvollziehen warum. Diesmal war hier nichts los und wir haben uns sie dann doch mal angesehen. Die Brücke ansich ist nicht so besonders. Ich finde die Landschafts darunter viel beeindruckender. Ihr sehr aber sicher auf den Bildern was ich meine.
Von hier ging es nun nochmal Richtung Kozjak Wasserfall. Das war der, wo wir letzte mal nicht parken konnten. Und siehe da, der Parkplatz war sogut wie leer. Von hier trennt einen noch ein 30 Minütiger Fußmarsch vom Ziel.
Der Kozjak Wasserfall kostet 5 Euro Eintritt. Vom Auto aus haben wir uns schon gefragt wo genau man den entrichtet. Aber kurz vor dem Wasserfall, mitten in diesem kleinem Tal stand dann ein Kassenhaus. Der Weg zum Wasserfall ansich ist aber auch schon sehr schön. Wieder schönes Tal, schöne Farbe und eine besonders hohe Hängebrücke begleiten den Weg. Über diese muss man aber nicht drüber. Dann verwandelt es sich in sowas wie eine Klamm und irgendwann steht man zwischen Felswänden. Eine Treppe geht auf ein Holzkonstrukt und dann steht man in dieser Höhle mit dem Wasserfall. Das war schon beeindruckend. Es waren vielleicht so 6 bis 8 Leute vor Ort und hier war der erste Ort wo es mit unseren Hunden und einem anderen mal eng wurde. Man kann sich nämich nicht ausweichen, es sei denn man rennt ins Wasser. Und das es so leer war, war dann vermutlich kein Glück sondern dem Wetter und der nahenden Dunkelheit geschuldet. Da der Wasserfall nämlich in einer Höhle liegt, wird es hier recht schnell dunkel und das ist grad für Menschen mit Kameras nicht der Traum. Aber wir können nur erahnen wie voll es hier letztens war und waren dann mit der Situation vor Ort doch sehr zufrieden.
Freitag, 25. Juli 2025 - Bovec & Slap Boka
Das klingt nun komisch. Das war einer unserer tollsten Urlaube. Aber es gab einfach keinen Tag ohne Regen und Gewitter. Und so startete auch dieser Tag die ersten Stunden mit Regen. Da wir aber trotzdem jeden Tag unterwegs waren, erschien uns das vermutlich nicht so schlimm. Jedenfalls war dasWetter wieder bescheiden und da bot sich ja an mal unsere Stadt hier anzuschauen. Und das ist Bovec. Hier stöberten wir durch ein paar Souvenirläden und die Straße entlang. Viele Restaurants gabs und noch mehr Läden wo man Abenteuer in Form von Rafting, Canyoning und Co buchen kann. Sonst war die Stadt aber jetzt nicht so Sehenswert für uns. Wir sind dann am Straßenrand auf Bovec Kitchen gestoßen. Die taucht nicht nur in vielen Blogartikeln auf, sondern auch Freunde haben sie uns empfohlen. Hier gilt, wenn leer dann leer. Saisonal und Regionale Gerichte. In unserem Fall nahm Torsten wieder das regionale Gericht, ein Pilzragout. Ich fand es optisch schon schlimm und es war von der Konsistenz auch eher "schleimig". Torsten fand es aber voll lecker. Ich ging wieder auf Nummer sicher und hatte was mit Kartoffeln und Quarkdipp.
Da diese Runde durch Bovec jetzt nicht der Überflieger war, habe ich noch eine kleine Runde mit den Hunden zum Boka Wasserfall vorgeschlagen. Der ist da, wo wir am ersten Tag in das leere Flußbett schauten. Das war jetzt nach dem ganzen Regen aber nicht mehr leer. Allerdings war das auch kein einfacher Spazierweg wie ich dachte. Sondern es ging ein ganzes Stück den Berg hoch und das auf glatten nassen Steinen. Hab ich nicht bedacht. Oben angekommen war jedenfalls eine kleine Aussichtsplattform wo man dann "Slap Boka" begutachten konnte in der Ferne. Mit 144 Metern höhe, 18 Metern breite und seiner Wassermenge, gehört er wohl zu den prächtigesten in Europa. Allerdings ist die Wassermenge nur im Frühling wohl wirklich hoch. Nun hab ich da keinen Vergleich, aber nach dem Regen war sie sicherlich auch einiges Höher als die Tage zuvor. Was ja allein das Flußbett zeigte. Jedenfalls konnten wir nun auch an den höchsten Wasserfall einen Haken machen.
Samstag, 26 Juli 2025 - Lago del Predil & Orrido dello Slizza (Italien)
Wenn man hier in der Ecke ist wohnt sich auch ein Abstecher nach Italien. Und den machten wir Spontan an diesem Tag.
Aber an diesem Tag stand erstmal was anderes an. Unsere Melina war nämlich schon eine Woche vor uns auf eine Jugendfreizeit am anderen Ende von Slowenien. Wir haben das dann extra so geplant, dass sie noch eine Woche zusammen hier verbringen. Das die Jugendreise unserer Gemeinde nach Slowenien ging, war Zufall. Also war es heut soweit, sie musste dort eingesammelt werden. Torsten ist wirklich früh los (glaub um 5 oder 6 Uhr) und ich blieb zurück. Eigentlich wollte ich mit den Jungs da was andern gehen. Aber es regnete Bindfäden und es stand auch prompt wieder alles unter Wasser. Ein gutes Buch, im Bett am offenem Fenster war aber ganz nach meinem Urlaubsgeschmack.
Als die beiden zurück kamen, brachten sie auch besseres Wetter mit. Kurz überlegt was wir noch so anstelllen können. Da fiel uns der Lago de Predil am Predil Pass ein. Den sind wir auf dem Rückweg vom Zelenci schon gefahren und haben von oben auf den schönen See geschaut. Heut war er unser spontanes Ziel. Voll war es nicht mehr am Nachmittag, die Sonne verschwand auch recht zügig hinter einem Berg, aber es war richtig schön und wir sind auch eine Runde baden gegangen. Der See ist Glasklar gewesen und da habe sogar ich mich rein getraut.
Wir waren aber noch ein wenig voller Tatendrang und ich hatte wiedermal Google Maps durchforstet. Dabei stieß ich auf eine frei zugängliche Schlucht, der "Orrido dello Slizza". Wie der Name vermuten lässt, ebenfalls in Italien. Das ist eine tiefe Schlucht, die 2020 mit tollen Stegen versehen wurde. Wir sind zuerst sehr weit Treppen runter gelaufen und dann die Stege bergauf zum Ausgang gelaufen. Das war wirklich beeindruckend und toll und vorallem eben frei zugänglich. Das hat uns wirklich gewundert. Knapp 1,5 Stunden dauert die Runde. Am Fluß wo die Treppen landen, sind kleine Strände die auch gut besucht waren. Alles in allem war es aber sehr entspannt mit den Menschen. Wir hatten selbst mit Blaze bis zu dem Tag echt kaum doofe Situationen trotz der vielen Touri Punkte.
Sonntag, 27. Juli 2025 - Große Tröge & Sunik Wasserhain
Wir sind total entspannt in den Tag gestartet und waren trotzdem etwas Lost was wir machen. Jetzt musste eben auch eine 14 jährige mit dem Programm einverstanden sein. Wir haben uns dann dazu entschieden ihr aber auch das Soca Tal zu zeigen und haben nochmal die Tröge angesteuert. Diesmal waren wir zu einer anderen Uhrzeit und es war wirklich sehr voll.
Es gab aber noch einen Punkt auf der Liste, direkt in der Nähe. Nämlich den Sunik Wasserhain. Zu diesem hätten wir theoretisch laufen können von den Trögen aus. Melina die eher nicht gern läuft, war aber dagegen und das wir uns die insgesamt 6 Kilometer Zwischenweg gespart haben, war am Ende ganz gut.
Der Sunik Wasserhain ist Traumhaft, eine richtige verschlafene feuchte Landschaft. Jeder Schritt über die Steine war eine potenzielle Rutschpartie und der Weg dadurch nicht ganz leicht zu gehen. Aber die ganzen Wasserfälle die dort rauschen und in kleine Becken fließen machen das sich das lohnt. Das ist ein leicht magischer Ort wie aus einer Feengeschichte. Wir konnten das alles zum Glück gut genießen, bis wir in der Ferne Donner hörten. Naja und wiedermal ging es flott auf den Rückweg und wir kamen auch nicht ganz trocken am Auto an. Und das zum Glück ohne die zusätzlichen 3 Kilometer.









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