Reisebericht Teil 4 - Hooksiel

11. Oktober 2018 | erschienen in: / / | 6 Pfotenabdrücke
Mein letzter Teil unserer Reise ist auch der, wo ich wirklich hin und her gerissen bin. Mein Mann hatte ein Vorstellungsgespräch in Leer und somit war klar, dass es nun doch an die Nordsee geht. Das stand dies Jahr eigentlich nicht auf dem Plan. Da aber unser Lieblingsplatz belegt war, mussten wir ausweichen. Hochsaison, Sommerferien NRW, - eigentlich schwierig so kurzfristig. Aber ein Campingplatz hatte tatsächlich etwas frei. In einem Ort, den wir bisher gar nicht kannten und wo es hieß "Wir sind direkt am Strand, hinterm Deich".

Ich habe wirklich kurz überlegt ob ich diesen Campingplatz extra aufführe in meinen Pfotencampern. Denn es wurde schon einiges schön umgesetzt, besonders zB. Ausläufe für Hunde am Platz. Letztenendes war die restliche Erfahrung dort nicht immer so toll. Was aber nicht direkt an der Anlage liegt. Deshalb berichte ich von vorn, erzähle eher was uns dort so begegnet ist und fasse zusammen.

Wir kamen in Hooksiel auf dem Campingplatz an und so wirklich Durchblick, wo wir nun parken können hatten wir nicht. Die anderen aber auch nicht, denn sie steuerten einfach alle auf einen Parkplatz und dann ging nichts mehr. Mit Anhänger ziemlich blöd. Wir waren schlauer und warteten oben auf einer zweiten Spur. Ich bin in die Anmeldung und hab wirklich gedacht ich bin im falschem Film. Ein Raum voller streitender Rentner (Und nein, ich hab natürlich nichts gegen diese, die Situation war einfach nur zu komisch). Scheinbar sind diese Damen und Herren vorher schon über den Platz gelaufen und haben sich Plätze ausgesucht. Von den 9 "Parteien" vor mir....aber alle nur 3 Parzellen. Und dann geht das Gemecker los. Man hört welche Nummer der Vormann möchte und bölkt los "Den wollten wir"... Ja ich sag euch, da war was los. Es wurde diskutiert und dauerte ewig. Schnell wurde aber klar. Da wird sich um FKK Plätze gestritten. Und der FKK Bereich des Platzes ist wirklich groß und war nicht voll. So war die Anmeldung schon Abenteuerlich. Was aber eher an der hitzigen Mentalität der anderen Besucher lag. Sowas war ich von den Plätzen sonst nicht gewohnt, da war schon vorher immer klar, wer wo steht. Schön das man die Wahl hat, wenns dann aber nicht klappt muss der Urlaub ja nicht mit Streit beginnen.

Dann ging es zum Platz. Parzellengröße war gut, Stromanschluss flott gefunden usw. Alles in einem extra Hunde Bereich. Wasserstellen waren einigige in den Gängen verteilt. Auffällig war, dass es wirklich sehr leer war. Wir bauten auf und dann gingen wir los. Kurz den Platz erkunden, Sanitären Anlagen ansehen und dann zum Strand.
Die Sanitären Anlagen waren in Ordnung und sauber. Nicht die neusten die wir da hatten aber eben auch nichts zu meckern. Die neueren Anlagen habe ich mir gar nicht mehr angesehen wenn  ich ehrlich bin. Direkt daneben jeweils ein kleiner Spielplatz. Die Spielplätze waren alle nicht riesig, aber neu und sich alle recht ähnlich. Allerdings sah man den ganzen Tag kein Kind. Auch die Animation, die wirklich viel bieten wollte, war an dem Tag nicht gut besucht.
Auf dem Weg zum Strand (man sagte uns 1.5 km pro Strecke) begegnete uns ein Fußballfeld, eine zugewucherte Drachenwiese, die Zeltwiese, ein weiterer Spielplatz und ein Hundefreilauf. Dieser war nicht riesig aber ausreichend.
Der Weg zum Strand entpuppte sich aber als mehr als 3 Km pro Strecke. Wir sind ewig gelaufen und ich habe auch irgendwann die Schuhe ausgezogen. Erst kam der Wohnmobilplatz, dann Wiese, dann FKK Wiese, FKK Strand, FKK Bar, dann Hundefreier Bereich und irgendwann mal der Hundebereich.
Dieser war recht tief und nicht voll weil es mittlerweile spät war. Leider durfte man dort nicht ableinen. Ich bin weil ich (trotz das ich guter Läufer bin) irgendwie müde war vom Weg, gar nicht zum Wasser gegangen. Hab die Hunde nochmal in so einen eingezäunten Auslauf geschickt und dann sind wir zurück.

RO Turnier Issum 06.10.2018

Bevor der letzte Teil unseres Reiseberichts kommt, hier noch ein kurzer Bericht von unserem Turnierstart gestern.
Bei sonnigem Wetter startete ich mit Maren und Elma auf nach Issum zum Turnier. Anders als im März starteten wir alle in einer Klasse und mussten so nur den halben Tag dort verbringen.
Wir meldeten für alle 3 nun Klasse 1. Somit war es für Elma und Blaze das erste mal . Wir sind aber auch nur dreimal gestartet dies Jahr. Das ist relativ wenig, aber ich wollte ja nie Turniergänger werden. Aber es macht doch so Spaß und so ein Tag ist mal was anderes.
Jedenfalls wurden wir gestern auch noch mit 25 Grad belohnt.

Reisebericht Teil 3 - Landvergnügen Hof in Syke

Jetzt kommt endlich mein dritter Teil mit unserer dritten Station. Und dieses war ein echtes Highlight. Wir haben nochmals einen Stop über "Landvergnügen" eingeschoben. Diesmal in Syke bei Bremen. Dort hatten wir gleich mehrere Höfe zur Auswahl und haben uns für den Hof von Familie Büntemeyer und Lehmkuhl entschieden. Diesen findet man auf Seite 89 oder auch hier!
In einem kleinem Dorf zeigte unser Navi an einer Ecke das wir angekommen sind. An einer Einfahrt waren direkt Schilder angebracht, die den Weg für die Landvergnügen-Reisende zeigen. Das war schon mal toll. An der Haustür fanden wir dann einen sehr lieben Zettel vor. Ihr findet ihn in dem Bild mit dem Zettel und dem Fenster. Wir fühlten uns sehr Willkommen und folgten den Anweisungen die darauf zu finden waren. Ein kleines Stück am Hof entlang fanden wir dann drei ausgewiesene Stellplätze. Schon auf den ersten Blick waren wir im Wohlfühl-Kinderparadies. Direkt an unserem Stellplatz fanden wir eine Tafeln mit den Hofregeln. Diese betrafen sowohl Spielzeug als auch die Tiere. Verständlich, denn ohne Regeln geht es kaum. Kurz gelesen, Kinder eingewiesen - Türen auf - Kinder weg. Wagen eben hingestellt und dann ging ich auf Entdeckungstour. Der Mann durfte in der Zeit kurbeln und herrichten *hihi*. Unser Stellplatz war traumhaft. Mit Blick auf ein Sonnenblumenfeld. Das war schon auf den ersten Blick unser Landvergnügen-Highlight in dieser Saison. Der Stromanschluss war auch schnell gefunden und auch Mülltonnen standen bereit. Auch einen Wasserhahn um Hundenapf und Co aufzufüllen war schnell gefunden.

Ein süßer und liebevoll hergerichteter Hofladen wartet hinter dieser Tür. Rechts an der Tür schon gut sichtbar das LV Schild.
Auch einen kleinen Selbstbedienungsbereich gibt es.
Unser Willkommenszettel

RO-Turnier Uerdingen

Wir sind mal wieder auf einem Turnier gestartet und das sogar recht Erfolgreich. Ich rechne wenn ich starte immer erstmal mit gar nichts. Denn meine Hunde zeigen da ja gern mal das sie für Überraschungen gut sind.
Diesmal hat der SV Og Uerdingen in Krefeld ein Turnier ausgerichtet und so sind wir Mittags dorthin. Blaze hatte ich nochmals in den Beginnern gemeldet. Joy in Klasse 1.

Joys Lauf kam zuerst und wir hatten 15 Mitstreiter in dieser Kategorie. Der Parcour war schon gut anspruchsvoll im Vergleich zu den vorherigen. Wir wurden dann Begrüßt mit den Worten, "Ich möchte heute sehen ob ihr eure Füße im Griff habt". Somit erwarteten uns einige MSÜ´s (Mehrschildübungen). Nach der Parcourbegehung fühlte ich mich gut, die Nervösität sank. Ich hab mich vorher übrigens gefragt warum ich mir das antue. Aber egal wie nervös wir vorher waren, es war dann alles toll. Joy ist toll gelaufen. Ich hab alle Hilfen gegeben die nötig waren. Das Seminar von dem ich berichtet habe, hat mir da sehr geholfen.
Joy hat sich zweimal nicht direkt gesetzt und ich habe mein Kommando wiederholt. Das gab natürlich Punktabzüge. Am Ende aber die große Überraschung, 96 Punkte! Und die noch größere Überraschung - Platz 1. Denn über 94 Punkte kam niemand mehr. Ich habe mich so gefreut, dass kann man kaum glauben.

kleines Update

21. September 2018 | 1 Pfotenabdruck
Eigentlich ist hier der weitere Reisebericht gefragt. Aber die Fotos davon sind leider nicht entwickelt. Ich habe aber sturmfreies Wochenende und vielleicht schaffe ich ja zumindest ein paar für Teil 3.
Wir hatten dies Jahr ja auf ein besseres Jahr gehofft aber es hat nicht sollen sein und so stecken wir im totalem Chaos. Ich finde aber gerade, dank 4 Hunden in meiner Wohnung ein wenig Zeit. Und weils doch doof ist, einfach gar nichts zu berichten warum Teil 3 auf sich warten lässt, reiße ich nun doch kurz unsere letzten Wochen an.
Vorweg, die Arbeitssituation hat sich hier noch nicht wieder verbessert. Aber im Grunde ist das egal gewesen die letzten Wochen. Leider gab es direkt nach unserem Urlaub einen plötzlichen Todesfall in der Familie und dieser zog vieles nach sich. Da kämpft man nicht nur mit Kosten, Papieren, Erbdingen, die Beerdigung und anderen gruseligen Dingen in die Richtung. Nein, wir haben auch direkt eine neue Wohnung für meine Schwiegermutter besorgen müssen und sie ist nun 5 Wochen später fertig. Heute ist der Umzug zu uns auf die Straße. Also neben all dem Kram und meiner normalen Arbeit wurde tapeziert, renoviert, aussortiert, Sperrmüll geschleppt, ein Keller entrümpelt, Kisten gepackt, Möbel verkauft und heut eben der Rest. Umzug und Küchenaufbau. Das hat uns allen hier ziemlich an den Nerven gezerrt und wir fühlten uns so Platt wie noch nie. Sind aber auch sehr stolz das alles geschafft zu haben. Meine Hunde, der Garten und auch die Kinder mussten viel ertragen die letzten Wochen und ich hoffe das es nach diesem Wochenende wieder besser wird. Mein Mann fährt heut Nachmittag mit dem Herrchen von Secret auf Freizeitpark-Wohnmobiltour. Ich hab Sturmfrei und freu mich auch drauf. Filme gucken die sonst unter Verschluss stehen und so.

Aber in all dem Stress habe ich an zwei Dingen teilgenommen. Ich hatte schon vor Monaten ein Seminar gebucht welches sich den Doppelschildern beim Rally Obedience widmet. Es hat mega Spaß gemacht und obwohl jeder nur 3 Einheiten mit Hund hatte, war der Blaze am Ende müüüüdeee.
Wir haben sehr viel Theorie gemacht. Wieviele Schritte darf man zwischen den Schildern machen, wann ist es Sinnvoll eine Übung zu wiederholen (in Hinblick auf Punktabzüge beim Turnier). Denn genau das war immer mein Problem. Wenn was schief ging habe ich sonst die Komplette Einheit wiederholt, anstatt nur das Schild welches schief ging.
Hundetechnisch habe ich mich extra für Blaze entschieden. Er lässt sich einfach flott ablenken und für ihn war sowas genau richtig. Die Schilder ansich, kann er wirklich top arbeiten. Aber sobald etwas um ihn rum geschieht, ist er abgelenkt.
Ein wenig wurde dort auch experimentiert. Wir sollten 6 Schilder ohne Reden arbeiten und die nächsten 6 ohne Hände. Diese mussten in die Tasche. Wir haben festegestgestellt das es tatsächlich rum ging, ich aber doch einen Misch aus diesen Impulsen setzen muss. So klappt bei uns kein Vorsitzen ohne Hände und kein Platz aus der Bewegung ohne Stimme. Ich glaube egal was man trainiert, das Experiment ist ganz lustig.

Viel Gewusel und ratlose Gesichter
Mein Seminarhund