Nachher ist man schlauer

23. Oktober 2017 | erschienen in: | Pfotenabdruck hinterlassen
oder auch, heut melde ich mich mit dem Ergebnis vom Tierarzt. Was soll ich sagen....er sagte nicht viel. Zwar einerseits das er uns nächstes Jahr Wiedersehen möchte zum weitergucken. Andererseits, sei es unverändert. Ich vermute das ist nun gut :-). Er sagt irgendwie nie soviel und wenn ich rausgeh und über seine Worte nachdenke, verunsichert es im nachhinein. Wenn ja alles gut ist, müsst ich ja nicht wiederkommen. Aber als ich da war, war er zufrieden. Also nehmen wir das erstmal so hin.
Joy ist in der Tierklinik wie ausgewechselt. Bei unserer Tierärztin und der anderen Tierklinik läuft sie wirklich Amok. Fiepsen, Dauerkläffen, mir in die Jacke kriechen oder gar versuchen durch die Glasscheiben zu springen. Alles bringt sie da. In dieser Klinik ist es anders. Sie legt sich sogar hin und ist ruhig. Vielleicht hat sie das alles da noch nicht so negativ verknüpft wie die anderen. Und das obwohl sie dort ja auch in Narkose gelegt wurde. Naja gut. Am liebsten wäre mir trotzdem wenn wir sie nicht weiter brauchen, bzw. nicht so oft.

Das Wochenende war ruhig. Wir hatten wieder einen Wochenendgast hier, waren auf dem Hundeplatz und haben zusammen gefaulenzt. Auf dem Platz läuft die Vorbereitung für die Begleithundeprüfung. In drei Wochen ist es soweit und mein Blaze hat zur Zeit alles im Kopf nur kein schönes Fuß. Aber wir werden sehen.
Unser Besuchshund Secret ist einer unserer liebsten. Lieb, ruhig, unauffällig und ordnet sich super ein. Und sie wickelt alle um den Finger und darf mit auf der Couch liegen. Das darf tatsächlich kein anderer..nicht Bo, nicht Monti....niemand! Der nächste steht Freitag schon in den Startlöchern. Zur Zeit geht es irgendwie Schlag auf Schlag.
Ich finde dieses Bild so niedlich !!!
Ich habe endlich geschafft meine Urlaubsbilder für euch zu sortieren. Nun muss ich nur noch den passenden Bericht basteln. Wir haben Ferien, da ist es ruhiger und ich hab mehr Zeit. Mein Mann ist die ganze Woche in Berlin und wir sind allein Zuhaus und machen was wir wollen. Fernsehprogramm für mich und so :D

 lg eure Strohwitwe


Joys Augendilemma

18. Oktober 2017 | erschienen in: | 4 Pfotenabdrücke
Ich möcht euch heute mal von unserem Augedilemma mit Joy erzählen, welches morgen in seine nächste Runde startet.

Letzten Winter hat Joy angefangen sich seltsam zu benehmen. Zuerst hatte ich das Gefühl das Joys Augen hier Zuhause im Licht anders aussehen. Mein Mann sah das jedoch nicht und so verwarf ich das wieder. Wochen später fing es an und sie bellte im dunkeln Leute an, ging in der Dämmerung auf ein Familienmitglied los und biss ihr richtig in die reflektierenden Jackenknöpfe, fiel die Treppe runter.....
Ich machte dann einen Termin bei einem Augenspezialisten. Nach wochenlangem Warten auf den Temin kam dann der Tag. Der Arzt schaute sich Joy an, schaute Kritisch, schaute Kritischer und holte ohne ein Wort zu sagen immer mehr Geräte hervor. Dann fragte er ein - zwei Dinge und Untersuchte weiter. Nun murmelte er was vor sich her mit erschrockenem Blick und ich dachte mir schon meinen Teil. Als er fertig war, sagte er vieles. Unter anderem aber das die Pupillen gar nicht mehr auf die Lichtreflexe reagieren würden. Die Prognose war, das sie blind werden wird und das er aber nicht sagen kann wie weit fortgeschritten es ist und wie viel Zeit wir quasi noch haben. Er klärte uns auf das blinde Hunde damit gut klar kommen usw., legte mir aber noch eine andere teurere Untersuchung ans Herz um zu sehen wieviel sie nun noch sieht.

Ich ging nach Hause und war von den Gefühlen hin und her gerissen. Aber guter Dinge. Ich las mich in Sachen Blinder Hund ein. Was macht Sinn für Kommandos und all sowas.
Dann kam Tag X und die zweite Untersuchung in Narkose stand an. Mit gemischten Gefühlen musste ich mein Mädchen morgens dort abgeben. Um 13 Uhr bekam ich dann einen Anruf. Die Untersuchung würde abgebrochen werden, er könne mir grad nichts sagen da er nichts findet.
Er könne sich das aber nicht erklären. Nun stand ich da. Und ich war tief traurig. Kein Befund im Vergleich zum Ersten ist einfach nicht befriedigend für mich und ich konnt das auch nicht mit einem Gutem Gefühl aufnehmen. Das klingt natürlich nun doof, denn eigentlich sollte ich ja froh sein. Aber sie Symptome sind ja nunmal da und ich hät lieber eine Diagnose gehabt (wenn auch eine nicht so tolle) als gar keine.
So fuhr ich relativ unruhig mit dem Bus zur Klinik und beim anmelden das ich da bin sagte die Dame am Empfang das ich ja zur Joy gehöre und sie total super auf die Leute da gehört hätte und total lieb war. Boah war das toll zu hören. Ich musste dann aber noch fast 2 Stunden warten bis ich mein Mädchen dann hatte. Mein Gespräch mit dem Doc war ernüchternd. Er konnte sich zwei völlig Gegenteilige Untersuchungsergebnisse nicht erklären und ich ging nichts wissend aber einige hundert Euro ärmer Heim. Gut, damit kann ich leben. Am Ende wurde mir ein MRT ans Herz gelegt um ein neurologisches Problem auszuschließen. Aber eben erst wenn nochmal was gravierendes passiert. Am sonsten habe ich einen Folgetermin bekommen. Dieser ist morgen. An diesem wird genau die erste Untersuchung wiederholt. Ich weiss nun also gar nicht was mich da morgen erwartet. Ich gehe da mit völlig gemischtem Gefühl hin morgen.....





Kurztrip - Hütewochenende mit Blaze

22. September 2017 | erschienen in: / / | Pfotenabdruck hinterlassen

Eigentlich sollte hier unser Bericht von unserem supertollem Sommerurlaub im Harz sein *Ironieaus* . Aber ich schiebe diesen nochmal. Die letzten Wochen waren ja von Einschulung und Co bestimmt und man hatte das Gefühl das es keine Ende nimmt.
Letztes Wochenende hab ich mir eine nicht ganz stressfreie Auszeit gegönnt. Bzw. das war anders geplant. Eigentlich wollten wir nochmal mit dem Wohnwagen weg. Auf ein Nachzucht Hütetreffen von Blaze seiner Züchterin. Aber Torsten wäre so spät von der Arbeit gekommen das es sich nicht gelohnt hätte mit dem Weini die weite Strecke zu fahren.
Also hab ich mir ein Hotel gesucht und die Zugtickets und bin Freitag vormittag ganz entspannt los. Mit dem Nahverkehr knapp 6 Stunden. Ich hatte ziemlich bedenken mit Rucksack und einem so jungen und im Zugfahren relativ unerfahrenen Hund so weit zu fahren.
Ich muss aber sagen. Ich habe einen klasse Hund. Er war so lieb im Zug, hat niemanden angebellt, war beim umsteigen mega aufmerksam und hat fast die ganze Zeit brav geschlafen. Manchmal kam er heimlich hoch gekrochen und schaute raus oder schlief. Aber soll er. Er sitzt ja auf mir und so kann niemand was sagen und mich stört mein Riesenbaby nicht.
Eigentlich ist die Fahrzeit für ein Wochenende schon ein wenig Gaga. Und das sage nicht nur ich. Ich hab sehr oft an dem Wochenende gehört das es vielen zuviel wär. Aber andere saßen über 5 Stunden im Auto um dahin zu kommen. Andere kamen aus der Schweiz bis Niedersachsen.Es gibt sie halt, die Menschen für die es sich lohnt so weit zu fahren. Einfach weil es dort immerwieder schön ist und ich glaub das sehen wir alle so. Sonst würden wir alle nicht immer solche Strecken auf uns nehmen..

Buch: Calming Signls - Turid Rugaas

21. September 2017 | erschienen in: | Pfotenabdruck hinterlassen

Calming Signals 

Die Beschwichtigungssignale der Hunde

Turid Rugaas



Erschienen im Oktober 2001 Animal-learn-Verlag, 104 Seiten, 19,00€

Offizielle Beschreibung:
Ihre Forschungsarbeit über Beschwichtigungssignale bei Hunden und Wölfen haben die Norwegerin Turid Rugaas weltweit bekannt gemacht. In diesem Buch erklärt sie, warum, wann und wie Beschwichtigungssignale von Hunden eingesetzt werden.
Ebenso beschreibt sie, wie wir Menschen die Signale erkennen, deuten und sogar selbst einsetzen können. So wird es jedem möglich, zu einem besseren Verständnis seines eigenen, aber auch fremder Hunde  zu kommen.
Dieses Buch ist die spannende Einladung, die faszinierende Welt der hundlichen Kommunikation noch besser kennen zulernen. Mit vielen Farbfotos und Fallbeispielen!

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Es ist ein Buch, dass sicherlich die meisten Hundeblogger und Hundeinteressierten kennen. Und trotzdem möchte ich es noch hier zufügen mit einem weinendem und einem lachendem Auge. 
Calming Signals ist für mich ein Buch welches man als Hundebesitzer mal gelesen haben sollte. Inhaltlich ist es wirklich ein gutes Buch, für viele ein Augenöffner und auf jedenfall lesenswert. 
Es ist allerdings Überholungsbedürftig. Der Inhalt kann nach 16 Jahren sicherlich noch ergänzt werden und grad beim Thema Bilder bekommt es von mir MInuspunkte. Diese sind leider viel zu wenige (in Anbetracht das es sich in dem Buch auf Körpersprache geht, sieht man dazu einfach zu wenig) und qualitativ eben hinterher. Es gibt allerdings eine passende DVD dazu, zu der ich an dieser Stelle nichts sagen kann und möchte.
Das Buch ansich ist ein Hardcover-Buch mit relativ groß gehaltener Schrift und wie erwähnt recht wenigen Farbbildern. Lediglich die Überschriften sind Farblich abgesetzt, es ist einfach gehalten, vom Stil her flüssig zu lesen und für Laien Verständlich. Der Inhalt ist wirklich gut und macht die Minuspunkte wieder ein wenig vergessen. Leider hat der Inhalt seine Grenzen und so hat man das Buch binnen einiger Stunden durch. Die Calming Signals sind gut Beschrieben, alles an ihre Erfahrungen mit ihren Hunden angeknüpft und mit guten Tipps seinen Hund zu beobachten und anders wahrzunehmen. Menschen die denken der Hund gähnt wenn er müde ist und leckt sich über die Schnauze weil er Hunger hat, werden hier einige AHA-Erlebnisse haben. Es gibt erläuternde Beispiele in den Kapiteln und auch Fallbeispiel Geschichten. 
Ich habe zwar einige Bücher gelesen die auf Beschwichtigungssignale eingehen, aber keines eben so wie dieses. Vielleicht ist es deshalb auch nach 16 Jahren noch sehr beliebt.
Ich kann aber nichtdestotrotz keine richtige Kaufempfehlung aussprechen sondern nur eine Leseempfehlung. Es ist einfach zu mager mit knapp 100 Seiten in großer Schrift. Von denen die ersten 17 für Einleitung und Co drauf gehen. Es ist einfach zu teuer solange es sich nicht nochmal weiterentwickelt.




Rally Obedience Turnier beim HSV Rumeln

Ich hoffe ihr hattet alle ein feines Wochenende. Wir haben uns mal wieder ein wenig testen wollen und so hab ich mich vor einigen Monaten für ein RO Turnier gemeldet mit Joy.
Im Mai ging ja unser erster Turnierversuch in diesem Sport gewaltig in die Hose und so war ich wirklich verunsichert ob es an der Gesamtsituation lag. Mit Turniernervosität hatten wir es ja bisher nur ab und an beim Agi zu tun und da ist der erregungsgrad bei Joy ja höher, sodass sie denk ich mehr ausblendet was aussenrum passiert.
Beim Ro sieht die Sache ja bedeutend ruhiger aus und so machte sie in Krefeld "nichts"ausser sich Panisch umzusehen. Jetzt muss ich aber dazu sagen. Wir waren den ganzen Tag da und es war den ganzen Tag gut mit ihr. Aber kurz bevor wir dran waren, schmiss hinter der Vereinshecke jemand eine Kettensäge an und damit begann dann das unruhige Verhalten. Ich habs nicht übel genommen und mir gesagt das wir es nochmal versuchen - beim Turnier auf unserem Platz.

Im Januar hatte ich ja neu in den Verein gewechselt und seitdem für die Begleithundeprüfung mit Blaze trainiert. Nun stand dort das Turnier an und ich hab gesagt, wenn Joy da nicht läuft wo sie sonst so toll trainiert. Dann läuft sie nirgends. Und dann hätte ich es auch nicht mehr versucht.
Schon einige Jahre machen wir RO. Allerdings hatte ich Trainertechnisch nie die Unterstützung das ganze auch mal auf einem Turnier zu probieren. Und Joy hat es immer schon sehr toll gemacht und das steigerte dann meine Unzufriedenheit, wenn einfach nicht gefördert wird was uns liegt. Mit Jutta hab ich nun eine Trainerin die selbst dort mit ihren Jüngling gestartet ist und die uns alle mit spaß an die Sache ranführt.
Vor ein paar Tagen kam dann die Starterliste reingeflattert. Startnummer 5 !! Oh wie toll, kein langes warten. Wobei das dort natürlich den Grund hatte das wir alle vom Verein ja noch mithelfen mussten.
Ich schlug also um kurz nach 7 dort auf, kurz vor 8 war dann Parcourbegehung. Dieser gefiel mir richtig gut von vorn rein. Dann starteten wir als Nr 5 und gingen mit einem "Vorzüglich" - 95 Punkte vom Platz und lagen somit vorerst auf Platz 1.