Reisebericht Teil 1

21. August 2018 | erschienen in: / / / / |
Hallo ihr Lieben,
heute unser Bericht von unserer kleinen Rundreise. Ich habe meinen Urlaub aus familiären Gründen noch ein wenig unfreiwillig verlängert und den Blog leider etwas ignoriert, aber jetzt geht es wieder und so starten wir zum Ferienende wieder. Und auch die letzte Hochzeit für dieses Jahr haben wir mittlerweile hinter uns gebracht. So wird es nun Zeit für unseren verspäteten Urlaubsbericht.

Sommerzeit ist Urlaubszeit und so machten wir uns dieses Jahr Arbeitsbedingt (naja eher arbeitslosenbedingt) ohne groß zu buchen auf die Reise. Ich hab mir knapp zwei Wochen Urlaub genommen und bin hier und da bei meinen Kunden nicht auf Begeisterung gestoßen obwohl ich das früh angekündigt hab. Letztenendes habe ich das durchgesetzt und somit war die Urlaubsampel GRÜN.
Alles was wir wussten war das unsere Tour über Blaze Züchterin Nicole geht. Und das war angesichts der Temperaturen doch recht schwer, denn was will man groß anstellen bei 35 Grad. Sowohl mit Hund als mit Kind.



So holten wir den Wohnwagen und stellten fest "Hier ist was kaputt". Der Karabiner vom Abreißseil war hinüber und somit ging die Ampel kurz auf ROT. Denn ohne dürfen wir nicht fahren. Ich telefonierte los. Wohnwagen-Werkstätten brauchten wir bisher nicht und somit mussten wir erstmal auf die Suche gehen. Nachdem die erste uns zwar antanzen lassen wollte, aber gar nicht wusste ob sie was machen können, suchte ich weiter. Ein Freund von uns hatte in einer Autowerkstatt hier im Ort sein Wohnmobil reparieren lassen. Nun ist das zwar auch nur ein Transporter, ich versuchte trotzdem mein Glück und siehe da, sie nehmen NEUERDINGS auch Anhänger. Innerhalb 2,5 Stunden ab meinem Anruf dort, besorgten sie ein neues Seil und bauten es ein. Für sagenhafte 12 Euro!!! Das gab was in die Kaffeekasse.
Ampel wieder GRÜN und somit wurde gepackt. Und wie wenig das ist wenn man nicht für jedes Wetter was mitschleppt.

Station 1: 
Wir riefen für unsere erste Station einen Landvergnügen Hof an. Super, Platz war frei und somit ging es Richtung Kassel. Nach 3 Stunden Fahrt waren wir da. Ein kleiner Hof am Straßenrand zwischen Feldern. Da dort Rinderhof stand, hab ich wirklich etwas größeres erwartet - machte aber im Grunde nichts.
Auf dem Bioland-Hof De Boer (S.181) wurden wir herzlichst empfangen. Schon direkt bei der Begrüßung bekamen wir ein Gästebuch in die Hand, unseren Platz gezeigt und sogar eine Wanderkarte vom Wald. Ein paar Umgebungstipps gabs auch noch obendrauf. Das Ehepaar De Boer betreibt den Hof in ihrer Rente und wohnen dort zusammen mit ihrer Hündin.
Zum Hof gehören Getreidefelder, Rinder und Bienen. Wobei dir Rinder gerade außerhalb standen und die Getreidefelder grad abgeerntet wurden. Unser Fensterblick aufs Maisfeld war herrlich und es war wunderbar ruhig auf dem Hof. Lediglich die Straße war zu mancher Uhrzeit gut befahren und somit hörbar.

Nachdem wir uns dort sporadisch eingerichtet hatten, wollten wir ein wenig spazieren. Bei der Hitze blieb außer Wald ja nicht viel übrig. Wir machten eine gut 2.5 Kilometer lange Runde. Das hat absolut ausgereicht.
Dann haben wir uns etwas zu Essen gemacht und sind nochmal los. Wir wollen ja immerhin auch etwas vom Ort sehen. Aber auch dies war recht warm. Wir sind einmal die historische Altstadt durchgewandert und am Ende in eine Eisdiele. Für Blaze war es etwas Premiere. Viel das ruhige liegen im Restaurant und Co geübt haben wir die letzten Monate gar nicht mehr. Die angst das er aus dem Tisch rausschießt weil ein Hund kommt, saß mit mir zusammen am Tisch. War aber alles super.

Als wir dann zurück am Hof waren, wurden wir wieder nett empfangen. Diesmal mit ihrer Hündin über die wir uns unterhielten. Ich habe nämlich noch nie einen Belgischen Rauhhaar-Schäferhund gesehen. Und während wir da so stehen, fängt gegenüber am Berg eine Heupresse Feuer. Und dann das Feld!. So schnell kanns gehen. Ist zwar nicht soo ungewöhnlich, hat aber gut für Tumult gesorgt. Bis die Feuerwehr da war hat es schon einiges an Zeit gedauert. Aber nach der Sirene kamen sie dann. Und wie sie kamen.....Löschzüge über Löschzüge. Wirklich aus allen Käffern rundrum kamen sie. Rund um uns herum Sirenen und laute Fahrzeuge, es war gut was los plötzlich. Wir standen noch lange draußen , redeten und schauten auf das Feld, dann sind wir alle in die Bettchen.

Am nächsten Morgen war ich früh auf. Ungewöhnlich für mich! Ich liebe lange schlafen und kann mich auch noch 5 mal umdrehen. Der Blick aufs Feld sagte Sonne und so bin ich aus dem Wagen und mit den Hunden auf das Feld. Mit der Kamera natürlich. War aber irgendwie nicht mein Tag und so war ich nicht zufrieden mit meiner Ausbeute. Ich bin dann um kurz nach 6 halt wieder ins Bett.
Später haben wir einfach abgehangen, denn unsere nächste Station war noch nicht bereit für uns. Die Mädels haben gespielt und ich hab mich mit dem Gästebuch befasst. Natürlich haben wir was nettes reingeschrieben. Ich kann auch bis auf eine Sache gar nichts negatives sagen. Es ist ein kleiner Hof und als wir da waren gab es auch keinen Trubel dort. Es war einfach ruhig und sehr freundlich. Das einzige das mich gestört hat war der Pflaumenbaum neben dem wir standen. Es stank einfach nach gegorenen Früchten. Aus dem Gesichtspunkt war der Standplatze für meine Nase nicht gut gewählt. Meinen Mann störte das nicht.

Wir haben dann bei Frau de Boer noch Honig gekauft. (Hier könnt ihr das Landvergnügen Prinzip nochmal nachlesen - Platz umsonst- dafür Angebote der Höfe wahrnehmen). Wir bekamen noch ein Glas Kirschmarmelade geschenkt weil sie recht flüssig war und Samen, um mir Stockrosen zu ziehen. Die standen da nämlich überall. Ich glaube auf diesem Hof ging es nicht darum viel zu verkaufen, denn das gibt es dort auch kaum. Die zwei haben scheinbar einfach Freude an ihren Gästen und am Prinzip des Landvergnügens.
Wir haben uns da jedenfalls sehr wohl gefühlt und würden wieder hinfahren. Nach einer langen Verabschiedung ging es dann weiter Richtung Salzgitter zu Blaze Züchterin.

(Dies war dann auch quasi unsere zweite Landvergnügen Erfahrung. Ich hatte ja mal angekündigt das ich drüber berichten werde. Da unsere erste Erfahrung nicht so ganz optimal verlief, wollte ich doch noch weitere Abwarten um zu berichten. Und siehe da - so wie hier soll es laufen. Trotzdem werde ich den Bericht über unsere erste LV Nacht noch nachreichen, denn sie war nicht durchweg schlecht.)


 So hieß es...Bye Bye erster Platz. Auf den nächsten freute ich mich aber umso mehr.







Fotos: Canon EOS 70D & Samsung A5
Landvergnügen: Biolandhof de Boer S.181

Kommentare:

  1. Das war ja schon eine recht reiche Erlebnistour, ich glaube auf so einem Hof würde es mir auch gefallen.
    Wauzt Ayka

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  2. Da habt ihr je einen ereignisreichen Start gehabt ... und dann gelich auch noch mit Feuerwehreinsatz. Von dem "Landvergnügen" habe ich jetzt schon öfter mal gehört - auch mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen (aber meistens nicht so schlecht)!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Cara und Shadow
    PS: ich mag Deine Bilder vom frühen Morgen auf dem Feld!

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  3. Ach, wie schön, dass Ihr etwas Urlaub genießen konntet…. Auszeiten sind wichtig und tun der Seele gut. Zum Glück ist Euch bei dem Brand nichts passiert. Es war ja überall so trocken, dass sich Feuer schnell ausbreiten konnten.
    Ich mag die Bilder vom Feld auch sehr, sehr gerne. Das Licht ist toll. Das frühe Aufstehen hat sich also wirklich gelohnt.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

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  4. Sehr schön entspannt :-) die Fotos auf dem Feld mit den beiden sind klasse. Aber diese Farben von Sonne und Getreide sind auch immer ein toller Hintergrund.
    Schön, dass auch die zweite Erfahrung mit dem Landvergnügen positiv war. Ich bin gespannt was ihr noch erlebt.
    liebe Grüße
    Sandra und Aaron

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  5. Nach anfänglichen Schwierigkeiten startete euer Urlaub doch ganz toll. Feldbrände waren bei uns diesen Sommer an der Tagesordnung. Das kann echt gefährlich werden. Zum Glück ist bei euch alles gut ausgegangen. Ich bin gespannt was ihr noch alles erlebt habt.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  6. Ich finde, auch Hunde haben einen Urlaub verdient :D
    Wir haben Mitte des Jahres unsere Hunde mit in das Hundehotel Südtirol genommen und hatten dort beste Voraussetzungen, sodass ihnen an nichts mangelte. Vorbereitung ist wichtig.

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    1. Ja, ich kenne auch einige begeisterte HUndehotel Urlauber. Aber das sind meist Leute die wirklich ein Hotel wollen. Beim Thema Hotel bin ich als Camperkind halt komplett raus. Und noch dazu ist Blaze an der Leine ja nicht super verträglich. In dem Hundehotel wo Bo immer Urlaub macht laufen alle Hunde frei herum- das wär undenkbar für mich. Aber so findet eben jeder das was er mag.
      lg

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