Heute nehme ich euch mit auf eine Tour ins Lahntal. Sogar so wie früher, ohne Collagen sondern einfach nur Bilder. Ich hab mich ein paar Tage wieder bei meinen Eltern eingebucht und habe am nächsten Tag eine Wanderung gemacht. So ging es für mich am Vormittag von Limburg nach Obernhof an der Lahn. Mein Ziel war da auf jedenfall der Goethepunkt und den wollte ich über den sogenannten Klettersteig erreichen. Es ist aber nicht wirklich ein Klattersteig sondern eher ein mit Seilsicherung versehender Kraxelweg.
Aber von vorn. Für mich ging es von Duisburg mit zweimal umsteigen durch bis Limburg wo ich dann abgeholt wurde. Es war ein langes Wochenende und ich war eh skeptisch wie voll der Zug so ist. Ich hab mich dann für die sparsame Variante mit einem Mehrtages-Wanderrucksack entschieden. Und der war mit Futterdosen und Co ganz schön schwer. Und für mich selbst im Grunde nur das nötigste im Gepäck. Ich hab mich vor Ort am ersten Abend dann noch mit einer Freundin zum spazieren getroffen.
Am nächsten Tag sollte es dann für mich auf den Lahnwanderweg gehen. Genaugenommen Etappe 17 - flussaufwärts nach Balduinstein.
Diese wird als T2 (schwer) bezeichnet und hat 19,3 Kilometer. Wie ihr der Überschrift aber entnehmen könnt, lief nicht alles nach Plan.
In Obernhof hat mich erstmal der kleine Campingplatz mit seiner tollen Lage begrüßt und was könnt ich mir hier ein Wochenende gut vorstellen. Über die Lahnbrücke und dann hab ich mein Weg-Symbol schon gefunden und es ging ab in den Weinberg. Wer hier öffter liest, ich liebe Weinregionen obwohl ich keinen trinke. Aber die Dörfer und Weinberge haben ihren Charme. Die Aussicht da oben fand ich schonmal richtig schön.
Dann kam ein Punkt wo es hieß, ab hier geht es über den Klettersteig zum Goethepunkt. Dieser war also mein erstes Ziel. Der Steig ist natürlich nicht schwer, er braucht keine Sicherung und ich finde Namen auch etwas drüber. Es ist ein felsiger Kraxelweg mit Sicherungen und Steigeisen im Felsen. Doch bevor man an diese gelangt, steht man erstmal vor einer Leiter. Da hab ich Tonic halt hochgehoben, er wäre aber auch aussenrum einfach die Böschung hoch gekommen.
Der Weg macht ansich aber einfach spaß mit einem fitten Hund. Runter hätte ich da allerdings keine Lust zu gehabt und deshalb gehe ich die Tour auch Richtung Balduinstein.
Da wo der Klettersteig endet (übrigens gibts noch einen Alternativweg da hoch), kann man dann schon die Aussichtsplattform sehen. War ich bis hier allein unterwegs, änderte sich das nun schlagartig. Vor dem Goethepunkt ist nämlich so ein Viereck mit Bänken und da war es Rappelvoll. Ich bin dann hoch auf die Plattform und hab mich da hingesetzt. Die Aussicht war wirklich schön und weit. Hier hab ich eine Pause gemacht bevor es weiter ging.
Vom Goethepunkt ging es dann weiter. Vorbei an Feldern, durch Wald, mal mit Blick ins Tal. Ihr kommt an der Wolfslei und der Marienhöhe vorbei. Hier waren überall auch ein paar Menschen unterwegs. Den Blick von oben auf das Tal fand ich wirklich toll. Am Ende geht es eine alte Halde runter und man kommt unten in Laurenburg an alten Bergbau Relikten aus.
Unten in Laurenburg hatte ich dann ein zeitliches Problem. Mir fehlten noch 8 Kilometer, aber die Abfahrtszeiten der Bahn und die Zeiten fürs Essen bei meiner Familie kollidierten dann etwas. Zudem war es wirklich schwül mitlerweile und gut 30 Grad. Ich bin dann unten am Kanuverleih eine Cola trinken gegangen und hab überlegt ob es mir das nun Wert ist dem Zug quasi nach zu hetzen in Balduinstein. Ich muss dazu sagen, die Strecke war erst grad wieder offen und voller Baustellen. Ich hab mich dann dafür entschieden das ne Wanderung kein Wettberwerb ist und ich nun den Zug nehme. Als ich mit dem dann durch Balduinstein fuhr, dachte ich nur, dass es gut so war. Denn da standen überall Baukräne und vielleicht wäre meine Aussicht dadurch gar nicht so toll gewesen wie erwartet.
Eigentlich wollte ich am nächsten Tag nochmal los und hab überlegt einfach wieder da anzusetzen. Aber es wurde richtig heiß und ich hab mich einfach nochmal mit meiner Freundin auf eine Waldrunde getroffen. Damit war ich aber auch richtig Glücklich

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