Urlaub im Sauerland Teil 2

23. Juni 2022 | erschienen in: / / |

Am Tag darauf machte ich mich mit Blaze allein auf eine Wanderung. Wir hatten nun in allem so viele Abstriche gemacht zu Corona. Mein Allein-Urlaub fiel auch aus, da durfte ich mich einen Tag lang abkapseln und wandern gehen. Ich hatte mir keine Route rausgesuch oder ähnliches. Ich war relativ planlos. Aber einmal um den Biggesee schien mir eine tolle Idee, auch wenn das mehr als 25 Kilometer gewesen wäre. Die ersten 10 Kilometer waren ruckzug weg. Leider eben durch viel Straße. Die meiste Zeit geht es nämlich auf einem Radweg um den See. Und da hier alles auf Radler abgestimmt ist, gibt es davon auch sehr viele. Mein Glück war allerdings, das Wetter war blöd. Für mich aber perfekt. 

Mein Mann stand mit dem Abholtaxi auf Abruf und natürlich hätte auch er am nächsten Tag sein Ding machen können. Er wollte sich dort nämlich gern ein Rad leihen und die Gegend erkunden. Soweit kam es aber nicht.

Mit Blaze lief ich den Biggesee entlang und irgendwann sollte es dann auch durch den Wald gehen. Meine einzige Orientierung war Google Maps. Und das sagte, ich kann durch den Wald. Auch dort waren wir Gott sei Dank für uns und so konnte er auch ein Stück mal frei laufen.




Dann ging es wieder runter zum See. Dort war die Gilberginsel ausgeschildert. Gut, gesehen hab ich sie. Wirkt aber vom Ufer aus wie lauter Gestrüpp das halt ne Insel bildet. Lediglich ein kleines Boot was davor lag war ein kleines Highlight für uns. Dann sollte es weiter zu einer Kapelle gehen. Ich folgte also weiter dem Weg am See und kam an eine schöne Aussichtspunkte mit Sitzgelegenheit. Die kamen lange nicht. Aber kurz vorm nächsten Ziel war ich doch etwas beleidigt und ging weiter.
Ich kam zur Waldenburger Kapelle. Dort waren tatsächlich mal ein paar Leute, Ich schaute mich dort etwas um und nutzte die vielen Sitzgelegenheiten für eine lange Pause. Für Blaze gab es ein Rinderohr als Snack und auch ich hatte etwas dabei. Wir hatten nun knapp 12 Kilometer hinter uns. Dann kam Regen, sogar relativ viel und ich war wirklich glücklich über das Vordach der Kapelle. Das bot uns etwas Schutz. Als sich der Regen legte, gingen wir weiter. Den Berg hoch zur Burgruine Waldenburg.
Auch dort machten wir nochmal kurz eine Fotopause und meldeten uns beim Rest der Familie. 






Obwohl es nun viel regnete, war meine Laune richtig gut und alles sagte....weitergehen. Ab jetzt begegneten mir kaum noch Menschen. Nur ein paar Tiere. Ich kam an eine Stelle wo der Biggeblick ausgeschildert war. Bei dem war ich schonmal und ich hab ihn deshalb von meiner Liste gestrichen. Und ich erinnerte mich an einen Aufstieg den Berg hoch, der damals für mich doch anstrengend war. Heute weiß ich, das lag vermutlich daran das wir kleine Kinder bei hatten. Ich war nämlich diesmal Ruck Zuck und völlig Problemlos oben. 
Auch den Biggeblick hatte ich ganz für mich alleine. Ich genoss die Aussucht und schaute mir den Überlauf von oben an. Dieses Loch im See ist mir damals gar nicht aufgefallen. Der Weg hinunter war dann komisch. Direkt neben dem Biggeblick, gibt es einen Pfad der auch ausgeschildert ist und nach unten gehen soll. Anfangs noch gut sichtbar, irgendwann war er weg und ich stand in einem abgeholztem Chaos. Und wo waren nun meine Wegweiser? Nichts zu sehen. So lief ich irgendwie der Nase nach weiter bergab ohne auch nur irgendwas zu sehen. Irgendwann stand ich vor einem Absperrband, aber die Wegschilder waren wieder da. Ich bin also richtig gelaufen. Und nun? Ich schaute in ein Tal und dachte mir noch das ich doch so hoch gar nicht gelaufen war. Ich orientierte mich an einem matschigem Trampelpfad der am Absperrband zur Seite ging und irgendwann endete er an einer Wiese. Kurz irritiert. Ich stand auf einnal am Anfang der großen Staumauer. Jetzt wurde mir auch klar warum es vor mir noch so tief ins Tal ging. Weiter ging es für mich also auf der Staumauer,










Auf der Mauer emtschied ich mich dann durch den Regen, mir nun einen Zielpunkt zur Abholung festzulegen. Ich nahm dafür die Listertalsperre. Die war nun von mir aus noch knapp 6 Kilometer entfernt. So hätte ich am Ende immerhin 20 Kilometer. Ich lief den Weg ab hier nun ohne Stop. Es gab auch nichts mehr zu sehen eigentlich. Auf ein paar Stücken könnte Blaze mal laufen, dann ging es aber wieder viel an der Straße entlang. Irgendwann sah ich dann von weitem schon die Listertalsperre. Auch an dieser waren wir schonmal als wir an der Lister Urlaub machten. Ich finde diese Bauwerke einfach sehr beeindruckend. Und tatsächlich bekommt dieses Bauwerk in diesem Urlaub noch etwas mehr Bedeutung. An der Talsperre stand schon mein Mann, Melina, ihre Freundin und die anderen Hunde. Ich freute mich über meine schöne Tour, die Hunde über die Menschen und die Kinder fanden das Bauwerk toll. Ich auch. Wir schauten uns da noch ein wenig um und fuhren zurück. Ich hatte fertig für heute.



1 Kommentar:

  1. Wow, eine schöne Tour. Das du gerne auch mal alleine wandern gehst, kann ich total verstehen. Dann ist man wirklich mal allein mit sich und den Gedanken bzw. dem geliebten Hund an der Seite.
    Die Talsperre sieht richtig schick aus :-) Gibt ja auch triste Varianten davon. Cooler Ausflug :-)
    liebe Grüße
    Sandra mit Aaron

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