Buch: Herz Hirn Hund - Thomas Riepe

12. Februar 2014 | erschienen in: |
Herz Hirn Hund

Thomas Riepe


Erschienen 2012 im Animal Learn-Verlag, 158 Seiten, Softcover, 20,00€

Offizielle Beschreibung:
"Thomas Riepe spricht Klartext über den unüberschaubar groß gewordenen Dschungel der Erziehungsmethoden und Ausrüstungsgegenstände rund um den Hund. Dabei fragt er genau nach und lässt sich nicht mit fadenscheinigen Argumenten abspeisen, die einen schmerzhaften Leinenruck als Impuls oder veraltete, über Schmerz und Druck arbeitende Trainingsmethoden als jahrzehntelange Erfahrung definieren. Er scheut sich nicht, die beim Namen zu nennen, die eine Erziehung als gewaltfrei propagieren, die vom Hund ganz sicher nicht als solche empfunden wird und untersucht, wie es zu den unterschiedlichen Ansätzen gekommen ist.
Zusätzlich lässt er bekannte Kollegen wie Clarissa v. Reinhardt, Maria Hense, Christina Sondermann, Ute Blaschke-Berthold, Sabine Neumann, Jörg Tschentscher, Steffi Kohl und Martina Albert zu Wort kommen, die sich bei auch unterschiedlichen Meinungen über einzelne Themen in einem mit dem Autor einig sind: Sie bekennen sich vorbehaltlos zu einer gewaltfreien Hundeerziehung, die dem Hund Lerninhalte fair und freundlich vermittelt und auch bei der manchmal notwendigen Grenzsetzung in der Erziehung ohne Brachialgewalt und Strafe auskommt."

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Herz Hirn Hund von Thomas Riepe ist ein Buch das über die gängigen Trainingsmethoden aufklären soll. Es kommt im aussergewöhnlichem Din A4 Format, ist mit vielen bunten Fotos bespickt und hat auffällige im Text integrierte Themenüberschriften. Die großen Kapitel sind insich recht abgeschlossen. Einige Seiten haben Aufzählungen, andere sogar rot hinterlegte Textteile. Das ganze aus seiner sicht geschrieben, so als ob er vor einem sitzt und etwas erzählt.

Er klärt in der ersten Buchhäfte über gängige Methoden auf. Durchleuchtet sie und hinterfragt diese kritisch. Auch die jeweiligen Vor und Nachteile werden beschrieben. Ein kleiner Teil ist sogar einem sogenannten Hundeflüsterer gewidmet. Und da Thomas Riepe ein postitiv arbeitender Trainer ist, sollte auch klar sein in welche Richtung seine Meinung zu diesem geht. Das Buch ist eine spiegelung seiner Gedanken zu gewissen Themen.

In der zweiten Buchhälfte kommen dann die Interviews mit anderen Trainern und somit der komplette Buchtitel zum Zuge ( experten Meinungen zur modernen Hundererziehung). Diese bekennen sich ebenfalls zur postiven Arbeit mit Hunden und bekommen alle die selben Fragen gestellt. Die meisten von Ihnen haben schon Bücher veröffentlicht und sind daher bekannt. Christina Sondermann, Maria Hense oder Dr Ute Blatschke Berthold sind da einige Interviewbeispiele.

Ich finde das Buch ansich gut. Es ist sehr schön geschrieben und animiert zum weiterlesen und nachdenken. Mit seinen kritischen Auseinandersetzungen trifft er da einen wichtigen Punkt um aufzuklären. Auch die Interviews sind gut gemacht. Mir persönlich gefällt der erste Teil von Thomas Riepe selbst und die Methoden viel besser als die Interviews. Auf Dauer wiederholt es sich bei den Meinungen der Trainer natürlich. Man sollte sich wirklich für die Meinungen der Trainer interessieren, sonst entpuppt sich das Buch als Fehlkauf. Denn das Buch besteht wirklich mehr aus Interviews als aus Informationen. Für den ein oder anderen liest sich dieser Teil wirklich sehr langatmig.


Hier folgt ein grobes Inhaltsverzeichnis 

Einleitung
Rudel, Rangordnung, Alpha
Dominanz
Kommunikation
Erziehung und Ausbildung
Positive Verstärkung
Bestrafung, Abbruchsignale
Konsequenz
Welpen
Kontakt zu Artgenossen
Die Freiheit des Hundes
Freilauf
Hilfsmittel in der Hundeerziehung
Gedanken zum Schluss
Interviews
Quellen

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    das klingt ja spannend. Wenn ich meine Bücher gelesen habe, werd ich das auch mal lesen.

    Liebe Grüße
    Abby

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