Impfverstand und Würmerwahnsinn

11. November 2012 | erschienen in: / / |
Hier nun meine Aufklärung auf meine Impffrage aus meinem letzten Post. Schön das mir einige von euch geantwortet haben und ich mal einen kleinen Einblick habe wie ihr das so macht. Und auch Herzlich Wilkommen meinen neuen Lesern. Ich freue mich über jeden von euch :-)


Die meisten bei mir im Umfeld impfen regelmäßig und allein wenn ich laut Ausspreche, dass ich gerne anders Impfen möchte, kommen komische Reaktionen. Vielleicht merke ich daran, dass sich die meisten Leute, wie ich auch, auf das was die Ärzte machen und sagen verlassen. Ich habe nur eine Ausnahme in meinem Umfeld, die sich nun auch damit befasst, weil der Mann aus dem Geschäft indem wir unser Futter kaufen den Stein ins Rollen gebracht hat.
Wir unterhielten uns darüber und auch bei Facebook kam zeitgleich in einer Gruppe das Thema auf.

Ich habe bisher regelmäßig geimpft. Mich aber ehrlich gesagt mittlerweile gewundert warum so eine Impfung nur ein Jahr halten soll, während unsere Impfungen locker 10 Jahre halten. Deshalb kommt die Frage des Impfens bei meinen Kindern nicht auf, die sind nun durchgeimpft und bekommen nun jahrelang nichts mehr. Warum aber bei Tieren dann anders?
Ich hab dann angefangen zu googeln und habe vor allem die Impfstoffe aus unserem Ausweis nachgeschaut. Und siehe da, sie sind laut Hersteller alle 3 Jahre lang haltbar. In meinem Ausweis ist aber nur ein Jahr eingetragen. Reine Geldmache?
Warum also lasse ich jedes Jahr etwas in mein Tier rein spritzen was nicht sein muss? Und macht das ganze was?
Die langzeitfolgen von diesem zu vielem geimpfe sind wohl noch nicht so klar, aber viele Krankheiten die nach Impfungen auftreten, können damit in Verbindung stehen. Unsere Katze zum Beispiel bekommt einmal im Jahr kahle Stellen im Fell. Ursache und Lösung vom Tierarzt nicht gefunden. Trotzdem ärmer geworden. Futter umgestellt, es wurde besser, taucht aber einmal jährlich wieder in leichterer Form auf. Wir behandeln es nun nicht mehr und ich werde vermehrt drauf achten wann es auftritt.
Aber selbst wenn das keine Folgen hätte. Niemand von uns würde sich freiwillig ein Mittel spritzen lassen, dass nicht sein muss. Vor allem jemand wie ich, dem es nach Impfungen nicht gut geht, denkt man drüber nach. Mir wird nach Impfungen schwarz vor Augen und ich kippe um. So meide ich jede unnötige Impfung...Grippe, Zecken.....
Der gesunde Menschenverstand sollte einem da bei einem Hund schon sagen, dass es auf Dauer nicht gut sein kann. Es gibt Länder, da werden bestimmte Hunde Impfungen nur alle 7 Jahre gespritzt. Es ist nämlich nachgewiesen, dass die meisten Impfstoffe über viele Jahre halten und teilweise sogar so, dass sie ein Hundeleben lang reichen, wenn die Grundimmunisierung gemacht ist.
Zudem sind im Impfstoff mehrere Antibiotika drin. Dies dient eigentlich nur dazu, dass der Impfstoff mehr oder weniger geschützt ist, aber trotzdem wird dieser ja mit eingespritzt, wenn auch nur in sehr geringen Mengen. Nun sind unsere Impfstoffe wenigstens schon mal von ein Jahr auf Drei Jahre zugelassen und man sollte nun natürlich auch sein Impfverhalten anpassen. Jedoch wissen die wenigsten, dass diese Haltbarkeit schon vor längeren hochgesetzt wurde, weil die meisten Tierärzte und die jährliche Impfung predigen und uns Erinnerungskarten oder Mails schicken.
Viele Tierärzte haben die Skepsis der Kunden aber erkannt und erstellen nun Impfpläne
Von der Impfkommission wird die Impfung von Leptospirose jedes Jahr empfohlen, die anderen nur alle drei Jahre. Nun ist uns der Tierarztbesuch zum jährlichen Check also sicher und die Impfbelastung etwas weniger. Noch dazu kann man wie Benson schon sagte, den Titer bestimmen lassen und schauen ob geimpft werden muss. Das kostet bei meinem Tierarzt knapp 15 Euro.

Ich werde meine Ärztin also nun mal ansprechen. In vielen Dingen erscheint sie mir ehrlich...so wollte ich vor einigen Wochen etwas für die Ohren bei ihr kaufen. Joys Ohr war richtig rot. Das hatten wir ein paar Wochen vorher schon mal, aber am andern Ohr. Das Mittelchen lag noch im Schrank und hätte fürs zweite auch gereicht. Aber der Satz auf der Packung das ich es offen nur so und so viel Tage geben soll, verhalf ihm nach mehrmaligen Überlegungen es doch zu geben, in den Müll. Beim Tierarzt dann wurde ich doch echt gefragt ob ich die alte Flasche nicht mehr hätte, ich könne die ja noch nehmen auch wenn was anderes drauf stände. Gefolgt von der Frage ob ich Nasentropfen auch so schnell weg packe. Und da hat sie recht...da beachte ich dieses "offen nach xx Tagen...." nicht. Das benutzen wir noch viel länger.

Genauso ehrlich ist sie da auch beim Entwurmen. Wobei ich da nun sagen muss. Wir haben schon lange nicht entwurmt, teils weil es vergessen wurde. Bei meinen Katzen merkt man wenn ein Wurmbefall da ist und da einer der beiden einen eher empfindlichen Magen hat, bekommt sie die Chemiekeule nur bei Befall.
Bei Joy wurd es eher etwas "verschoben". Nach dem Motto: "Wir müssen mal wieder"...."Ja stimmt, müssen mal wieder eine holen" Ich muss wohl nun nicht sagen, dass dieser Dialog dieses Jahr öfters gesprochen wurde, ohne das etwas danach geschehen ist.

Sorgen mache ich mir darüber nicht mehr. Ein gesunder Hund, kommt nämlich mit den Würmern alleine klar und braucht keine Vorsorge Chemie. Eine Wurmkur hilft nämlich nur gegen das was schon da ist, aber nicht gegen das was noch kommt. Also KEIN Anti-Wurmmittelchen was vorbeugend hilft. Und auch da kann ich Benson mal zitieren "Es gibt Länder, da ist die Wurmkur verboten, weil sie nicht ohne ist. Mein Frauchen nimmt ja auch nicht jeden Morgen eine Kopfschmerztablette, weil sie vielleicht im Laufe des Tages Kopfschmerzen bekommen könnte."

Und da die wenigsten vorher durch eine Kotprobe testen lassen, ob ein Wurmbefall da ist, bekommen die meisten Hunde diese Magenschädigende Chemie völlig umsonst. Eine Kotprobe beim Tierarzt abzugeben kostet ebenfalls nicht mehr als die Kur selbst und erspart eben diese. Meine Tierärztin räumt dies auch ein und empfiehlt nur noch bei Wurmbefall auf Chemie zurück zu greifen. Noch dazu kann ich zwar morgen Entwurmen...aber in vier Wochen können ja trotzdem Würmer Einzug erhalten und dann wäre dieser Befall, je nachdem wie stark, ja bis zur nächsten Kur vorhanden, oder er wird bemerkt und die zweite und dritte Kur innerhalb von 6 Wochen sind sicher.
Mit Magenschädigend meine ich übrigens, dass es die Darmflora richtig dolle Angreift und zerstört. Normalerweise sollte man dementsprechend die Darmflora nach einer Wurmkur wieder aufbauen.
Dafür gibt es natürliche Mittel, oder auch Pulver. Denn gerade ein angegriffener Magen-Darm-Trakt ist sie ja viel angreifbarer für Würmer und Co und der natürliche Schutz verringert sich.
Also halten wir die Darmflora immer schön gesund, bedankt sich diese dann damit, dass sie dafür sorgt das die Eindringliche ausgeschieden werden und keine Chance haben unsere Lieblinge krank zu machen.
Die Leute die Roh füttern, haben übrigens die wenigsten Probleme mit Würmern. Die Darmflora eines gebarften Hundes ist im Normalfall der gesündeste und somit der, der trotz des rohen Fleisches, am gesündesten ist. Weil die Magensäure durch die Rohfütterung am stärksten ist. Oftmals wird da eher das Gegenteilige gedacht.

Man kann aber auch dem Hund auf natürliche Weise gegen Parasitenbefall helfen. Es gibt viele Hausmittelchen die vorbeugend wirken sollen. So soll z.B. das Öl das Möhren im Magen hinterlassen die Magen-Darm Region für Würmer sehr unattraktiv machen. So soll das füttern von geraspelten Möhren positiv auf die Wurmabwehr auswirken. Ebenfalls wie  Kokosöl und Knoblauchöl.
Fellige Kauartikel sollen mit den kurzen borstigen Härchen den Magen-Darm Trakt reinigen.
In diesen Härchen bleiben  Eier hängen und werden damit ausgeschieden.
Ein weiteres Mittelchen heißt Propolis. Bei Propolis handelt es sich um Pflanzenharze, die von Bienen gesammelt, im Bienenstock zu Propolis verarbeitet werden. Für die Propolis Vorsorge gibt es wohl mehrere Möglichkeiten, die ich aber den guten Tierärzten und Naturheilern überlasse ;-) Denn ausprobiert, habe ich davon selber noch nichts.

Ist der Hund nämlich wirklich mit Würmern befallen und oder ein Kottest positiv, ist die Chemische Entwurmung wirklich Sinnvoll. Und dann spricht da auch nichts gegen. Man sollte nur wieder die Darmflora aufbauen.
Am sonsten sollte man einfach nur gut auf die Anzeichen von Würmern achten und regelmäßige Tests machen. Wer seinen Hund dann noch im allgemeinen Gesund hält sagt Würmern automatisch den Kampf an. Wir sind nun seit nach der Welpenzeit ohne Wurmkur - Wurmfrei! Unsere Katzen noch länger.

Nun gehe ich noch kurz auf den Buchtipp von Anne von den Huetebanditen ein. :-) Und ich werde ihn gleich weitergeben, denn ich habe das  Buch bereits hier liegen.
Ich habe dieses Buch so schnell gelesen wie sonst keines. Ein Tag und ich hatte es durch. Finde das Buch sehr interessant und Augenöffnend. Ich weiß nicht wie viel davon Wahr ist, aber vieles regt einfach zum nachdenken und öffnet eben die Augen. Und oftmals entdeckte ich vieles wieder. So wurde unserer Katze, als sie das erste mal ihr Fell fast komplett verlor, ein Mittel gespritzt obwohl  der Test des Labors einige Tage später sagte, das es negativ ist. In diese Richtung geht auch das Buch.
Diese Ärztin, haut nicht nur ihre Kollegen in die Pfanne, sondern sich selbst ein wenig mit. Indem sie auch Dinge zugibt. Sie sagt selbst, ob man seinem Tierarzt glaub oder nicht, ist einem selbst überlassen. Oft tun wir aus Angst und Unwissenheit aber alles, was sie sagen und sind auch bereit fast jeden Preis dafür zu zahlen. Man kann mit uns leicht Geld machen und das muss uns bewusst sein. Aber man sollte genau auf das Handeln und die Ehrlichkeit schauen. Ich kann jedem nur empfehlen sich das Buch einmal durchzulesen.












Kommentare:

  1. Toller Bericht. Bei Lilly würde im Dezember auch die nächste Impfe anstehen und ich bin mir auch so unsicher, ob man einen Hund wirklich jedes Jahr impfen lassen muss, denn wie du schon sagtest, bei uns halten die Sachen ja auch 10 Jahre oder sogar länger. Das Schlimme ist wirklich, dass man seinem Tierarzt ja auch irgendwie vertraut. Ich denke, ich werde meine Tierärztin mal darauf ansprechen und dann schauen, wie sie reagiert. Aber eigentlich bin auch nicht dafür Lilly großzügig mit Chemie vollzustopfen. Auf jeden Fall finde ich es klasse, dass du was darüber geschrieben hast :)

    Liebste Grüße,
    - Lilly's Frauchen -

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Becki,
    klasse Bericht toll geschrieben, kann dir nur zustimmen =).
    Meine Vierbeiner bekommen überwiegend Frischfleisch, aber auch Trockenfutter, Möhren, Äpfel, Eier ,Quark,Kürbis und Öle und vieles mehr.
    Zum Thema Wurmkur die letzten Jahre gab es bis zu Vier Wurmkuren im Jahr pro Hund, nun verfahre ich aber anders.
    Eine Wurmkur gibt es nur dann, wenn ich eventuell auch Würmer im Kot sehe (nicht alle Wurmarten werden ausgeschieden bzw.können gesehen werden)!
    Oder wenn mir das äußere Erscheinungsbild von einem meiner Vierbeiner nicht gefällt bsp. struppiges Fell, keine wirkliche Zunahme trotz gutem Futter oder mal Arbeitspause( alle meine Vierbeiner sind altdeutsche Hütehunde, und arbeiten auch an der Schafherde (Hüten).
    Die Idee mit der kotprobe kam mir auch ,habe mich darüber mit einer Freundin unterhalten die eine lange zeit beim Ta gearbeitet hat, sie meinte nur das in der Kotprobe nicht umbedingt würmer sein müßen obwohl doch welche im Hund vorhanden sein können.
    Meine Einstellung war auch ich sende mehrmals im Jahr mehrere Kotproben meiner Vierbeiner ein , und dann weiß ich woran ich bin und kann dann gezielt eingreifen.
    Und was wir nie vergessen sollten ein Teil der Würmer ist immer da, ich spreche da nur von meinen Erfahrungen als Schäferin bei den Schafen, Hundertprozent alle Würmer kriegt man nie weg.
    Und um so mehr Wurmkuren gemacht werden so meine Devise desto mehr lernen die Würmer mit dem sogenannten anti Wurmmitell klarzukommen und nicht zu sterben.
    So ich wünsche Dir und Joy einen schönen Sonntag =)
    für mich und Vierbeiner gehts heute nachmittag zur Schafherde, und da wird gehütet =)
    Viele Grüße Anne

    AntwortenLöschen
  3. Dankeschön. So würde ich es auch machen. Gibt ja viele Anzeichen für Wurmbefall und ich finde gut wie du da handelst.
    Ja das stimmt. Eine Gewisse Ressistentheit tritt ein. Bedenke was passiert wenn du oft antibiotika einnimmst obwohl du nichts hast. Die Gefahr das es nachher (wenn du echt was hast) nicht mehr wirklich wirkt ist hoch. Das wird uns ja auch ständig mit der antibiotika in lebensmittel bzw tierischen Erzeugnissen diskussion in den medien aufgezeigt.
    Ich wünsche euch viel spaß beim Hüten :D

    AntwortenLöschen
  4. Hi Becki,

    finde ich super wie das Thema angegangen bist und finde es auch wirklich interessant. Aktuell wird dies auch hier immer wieder zwischen Hundehaltern ausgetauscht. Einige haben Tierärzte die quasi für drei Jahre Impfen.
    Mein Tierarzt ist einer für jährliche Termine. Aber auch ich überlege ob das so richtig ist. Zumal ich selbst ja auch so wenig Chemie wie nötig nehmen will und meinem Hund auch nicht mehr zumuten will, als sein muss.

    Bisher hatte ich ihn auch regelmäßig geimpft, weil ich ihn zu Marktterminen in Tierpark mitnehmen wollte und dort ein gültiger Impfpass nötig war. Ist nur halt die Frage, welche Meinung von Dauer der Gültigkeit diese haben.

    Naja, noch habe ich bis zum nächsten Termin etwas Zeit und kann mich weiter informieren und für Aaron und mich den Weg finden.

    Entwurmt habe ich ihn übrigens nur zu Anfang, noch mit den Angaben vom Züchter und dann nur noch auf Verdacht. (Sprich Aaron hat eine Maus gefressen hat und dann habe ich lieber eine Wurmkur gekauft).

    Meine Kessi, die ich vor Aaron hatte und die keinen großen Kontakt zu anderen Hunden hatte, außer zu denen aus der Famile. Haben wir in den letzten 6 Lebensjahren gar nicht mehr geimpft (sie hatte panische Angst vor dem Tierarzt) und auch Wurmkur gab es meinerseits da auch nicht mehr. Der Hund war gesund und munter und hatte schickes Fell.

    Wahrscheinlich sollten wir bei unseren Hunden einfach mehr nach dem Bauchgefühl gehen und unseren Tiere beobachten und danach handeln und nicht nach Plänen von Ärzten.

    liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Roveena

    AntwortenLöschen
  5. Hi Becki, super geschrieben! Ich werde da jetzt auch mal drüber nachdenken..... und mit unserer Tierärztin sprechen. Danke für die Anregung!
    Schlabberbussi, Phoebi

    AntwortenLöschen
  6. Sehr gutes Posting - Dankeschön.
    Beim Impfen war ich ja schon soweit - die Wurmkur habe ich noch einmal überdacht und mein Handeln angepasst.
    Toll, dass immer mal wieder jemand da ist, der zur Benutzung des Gripskastens beiträgt.
    Ganz liebe Grüße!

    AntwortenLöschen